Mr. & Mrs. Smith (Kinoversion)
enthalten ist die Kinoversion auf der
Mr. & Mrs. Smith Einzel-DVD
und auf der
Mr. & Mrs. Smith Soundtrack Edition

Beteiligte:
Doug Liman (Regisseur)
Simon Kinberg (Drehbuchautor)
Meine Meinung:
Gleich am Anfang des Kommentars erzählt Regisseur Doug Liman eine witzige Geschichte: für die Tanzszene in Bogytá machte er Brad Pitt betrunken, weil der als Mid-Westler kein begeisterter Tänzer ist und sich erst weigerte das Tanzbein zu schwingen, zumal Angelia Jolie und er vorher nicht dafür üben konnten. Erst wurde die Crew rausgeschickt, dann griff Liman zu einem seiner kleinen Tricks: weil Mr. & Mrs. Smith in dieser Szene sowieso trinken, wurde statt Wasser echter Alkohol getrunken, um Brad locker zu machen.
Einer der Produzenten, Kettenraucher Akiva Goldsman, verlieh dem Dreh zusätzliche Spannung: das Set des Hauses der Familie Smith, das von Anfang an mit Sprengstoff für den Kampf gespickt war, hielt ihn nicht davon ab, alle “No Smoking”-Schilder am Set kontinuierlich zu ignorieren.
Simon Kinberg (der - nebenbei gesagt - eine sehr, sehr lustige Lache hat), Drehbuchautor und hier beteiligter Kommentator, sieht man im Film übrigens auf der Party der Nachbarn neben Brad Pitt an der Theke stehen. Seine Anwesenheit wirkt sich positiv auf Doug Liman aus, der ironischer und frischer wirkt, als in seinem Solo-Kommentar zum Director’s Cut des Film.
In diesem Audiokommentar werden einige Themengebiete angesprochen, hauptsächlich geht es aber um die verschiedenen Versionen des vorläufigen Skripts, des Drehbuchs und der tatsächlich gedrehten Szenen und um die Gründe - nicht nur das oft erwähnte, relativ kleine Budget - und Hintergründe, die dafür verantwortlich sind, dass es gerade die Szenen in die Kinoversion geschafft haben, die wir jetzt auf der DVD sehen.
Ein weiteres mehrmals angesprochenes Thema ist das Genre des Films, welches hier von den beiden Beteiligten auf Romantische Komödie, auf keinen fall als Actionfilm, festgelegt wird. Gen Ende des Films verschiebt sich das Thema deshalb auf die Frage “Wie beendet man einen Film, in dem man die Bösewichte ausgestrichen hat?”.
Wie in den anderen Audiokommentaren zu diesem Film, geht es auch hier - im Zuge der PG-13-Freigabe - an einer Stelle um die Platzierung eines einzigen gezielten “Fuck” im Film. Das Herumphilosophieren der beiden Beteilligten über diesem Sachverhalt kommt hier wesentlich lustiger rüber als in Limans Kommentar zu seinem Director’s Cut.
Alle Kommentare, die Vince Vaughn betreffen, sind sowohl sehr witzig als auch informativ und beschäftigen sich hauptsächlich mit Vaughns Improvisationstalent und den Prozessen, in denen die Dialoge entstanden, die sich im Film befinden, obwohl sie nie im Drehbuch standen.
Liman und Kinberg reden von Zeit zu Zeit gleichzeitig und können sich nicht darüber einig werden, wer weiterreden darf. Daraus resultierend werden sie gleichzeitig lauter, meist setzt Liman sich letztendlich durch. Trotzdem harmonieren die beiden Recht gut und schaffen es die Langeweile aus diesem Kommentar zu bannen.
Meine Wertung:
Informationsgehalt: 8,5/10
Fun-Faktor: 4/10
Enthusiasmus der Beteiligten: 8/10





Neueste Kommentare