Iron Man
gesehen mit Steffi im PK1 Saarbrücken

Story:
Tony Stark (Robert Downey Jr.) hat eine steile Karriere hinter sich: als Sohn eines Waffenentwicklers und -produzenten baut er mit 4 seinen ersten Schaltkreis und mit 8 seinen ersten Motor. Neun Jahre später machte er seinen Abschluss am MIT und übernahm schließlich im zarten Alter von 21 Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender die Firma seines verstorbenen Vaters, löste damit dessen besten Freund und Mitbegründer des Unternehmens Obadiah Stane (Jeff Bridges) in dieser Position ab.
Fortan führt er einen sehr ausgelassenen Lebenswandel: Frauen, Autos: allen voran der Audi R8, Parties und Scotch. Waffen entwickelt er nebenbei, in Gesellschaft und mithilfe von Robotern, im High-Tech-Keller seines Anwesens. Zu Terminen geht Stark dann, wenn es ihm passt und versetzt hierbei sogar seinen engsten Freund Air Force Piloten Lt. Colonel Jim Rhodes (Terrence Howard).
Dieser Lebnsstil findet sein apbrubtes Ende, als der Army-Convoy, in dem Tony Stark sich nach der Vorführung seiner neuesten Entwicklung - der Rakete “Jericho” - befindet, angegriffen wird. Als neben ihm eine (seiner eigenen) Granaten explodiert, verliert er das Bewusstsein und wird von einer Extremistengruppe namens “zehn Ringe”, die für den Überfall verantwortlich ist, entführt. Als er sich in einer afghanischen Höhle als Gefangener wiederfindet, macht er Bekanntschaft mit dem ebenfalls inhaftierten Dr. Yinsen (Shaun Toub), der ihm als Übersetzer zur Seite stehen soll. Dieser klärt ihn darüber auf, dass sich immernoch Granatsplitter in seinem Brustkorb befänden, die zum Herzen wanderten. Durch den Einbau eines an eine Autobatterie angeschlossenen Elektromagneten gelang es Yinsen allerdings, diesen Prozess zu verlangsamen. Kaum einen Wimpernschlag, nachdem Starck wieder auf den Beinen ist, zwingt ihn der Anführer der Gruppe zum Bau einer Jericho. Als Stark sich weigert, wird er herumgeführt und muss feststellen, dass seine Entführer über eine enorme Menge von Waffen verfügen, die er selbst produziert hat. Sie sollen ihm als Material für die Waffe der neuesten Generation dienen. Mit einem Plan im Hinterkopf beugt Stark sich der Forderung nach der Rakete und baut in der zur Werkstatt umfunktionierten Höhle einen Ersatz für den Elektromagneten und die Autobatterie, wofür er eine jahrelang unbeachtete und dennoch effektive Technologie nutz. Diese Stromquelle in seinem Brustkorb soll außerdem noch einen anderen Zweck erfüllen: circa eine Viertelstunde lang soll sie genügend Energie liefern, um eine Rüstung zu betreiben, die Stark mit Yinsens Hilfe statt der verlangten Raketen baut.
Der Plan geht auf und Stark gelingt nach drei Monaten der Gefangenschaft die Flucht, Yinsen allerdings stirbt an Ort und Stelle und kann so zu seiner verstorbenen Familie zurückkehren. Zurück in seiner Heimat verlangt Stark nur nach zwei Dingen: einem doppelten Cheeseburger (von BurgerKing, nicht von McDoof
) und nach einer Pressekonferenz, in der er mitteilt, dass Stark Industries in Zukunft keine Waffen mehr produzieren wird. Die Ereignisse in Afghanistan haben ihm die Augen eröffnet und er nimmt sich vor, der Welt von nun an etwas zu geben, dass nicht zerstört. Die Aktien der Firma verlieren zunehmend an Wert und Stark verbarrikadiert sich in seinem Keller, um sein Geheimprojekt - die Rüstung - weiterzuentwickeln.
Kurz nach dem finalen Test erfährt er, dass seine Firma Waffen unter der Hand verkauft; unter anderem an seine Entführer, die damit ein Dorf in den Bergen Afghanistans ausgelöscht haben. Zu Hause angekommen sieht Stark sich die Medienberichte darüber an und beschließt, seine eigenen Waffen zu zerstören und den Menschen zu helfen. Er fliegt also in seiner Rüstung nach Afghanistan, befreit Dorfbewohner von den Terroristen und zerstört die Waffen, die er finden kann. Auf dem Rückweg ergibt sich ein Zwischenfall mit zwei Kampfjets der USA, was dazu führt, dass Rhodes in Starks Projekt eingeweiht wird.
Außer Jim Rhodes vertraut Tony Stark nur seiner Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und niemandem sonst - zurecht wie sich herausstellt. Pepper findet heraus, dass Obadiah Stane für Starks Entführung verantwortlich war. Dieser baut mithilfe von Starks ersten Skizzen und den Trümmerteilen der in Gefangenschaft gefertigten Rüstung einen weiterentwickelten Waffentypen: quasi einen bösen Iron Man.
Es kommt wie es kommen muss, nämlich zum rasanten Endkampf zwischen Stane und Stark. Stark gewinnt und ihm wird am nächsten Morgen von der Presse der Name Iron Man verpasst. Der Geheimdenst Shield beschafft ihm ein Alibi, um alles zu vertuschen, doch Stark kann nicht widerstehen und gibt auf seiner Pressekonferenz zu: “Ich bin der Iron Man”.
Alle, die sich den Film im Kino ansehen, sollten auf jeden Fall bis zum Ende sitzen bleiben, denn es gibt noch eine Szene nach dem Abspann.
Wertung:
Obwohl es sich bei Iron Man nicht um eine Action-Komödie handelt, was angesichts des ernsten Hintergrundes auch unpassend wäre, kann hier durchaus viel gelacht werden. Witzige Dialoge finden z.B. zwischen Stark und seinen Robotern statt. Während der Tests des Anzugs passieren ihm so einige Malheure und seine Kommentare sind teilweise einfach göttlich. So sagt er zum Beispiel, nachdem er die Überschrift des Leitartikels der Zeitung gelesen hat, etwas wie “Iron Man, hört sich gar nicht so schlecht an, obwohl es natürlich purer Schwachsinn ist: der Anzug ist aus einer Gold-Titanlegierung.”
Die 2, 3 traurigen Momente des Films sind so kurz, dass man sie wirklich als Momente - nicht aber als Szenen - bezeichnen kann.
Was ich sehr gut finde ist, dass die Beziehung zwischen Stark und Pepper Potts nicht in den Vordergrund gerückt wird (eine Szene ausgenommen), was in zu vielen Superhelden-Stories der Fall ist. Außerdem ist das Verhältnis der beiden nicht stereotypisch und entwickelt sich deshalb auch nicht erwartungsgemäß, sondern hält für den Zuschauer Überraschungen bereit: die letzte am Ende des Films.
Der Film ist voll von Computereffekten. Die Iron Man-Rüstung wurde super entworfen und punktet deshalb auf Anhieb. Die verschiedenen technischen Geräte, die sich in Starks Werkstatt eingefunden haben sind zwar futuristisch, wirken aber nicht übertrieben oder gar deplatziert. Zu den imposanten CGIs gibt es auch ordentlich was auf die Ohren, was sich nicht nur auf laute Explosionen und Kampfjets beschränkt: der Soundtrack ist wirklich klasse!
Was mir beim Abspann positiv ins Auge gesprungen ist: Michael Tronick, von dessen Talent und Können ich nach 2 Versionen und 3 Audiokommen von Mr. & Mrs. Smith vollends überzeugt bin, war hier als Aditional Editor beteiligt. Keine Ahnung, inwieweit er nun am Schnitt beteiligt war, auf dieser Ebene wurde ganze Arbeit geleistet.
Fazit:
Coole Story mit extrem gut gesetzten Schwerpunkten, die von Anfang bis Ende sehr gut unterhält, nie langweilig wird und die 118 Minuten Spieldauer sehr schnell vorbeigehen lässt. Alle Akteure können überzeugen und spielen gut zusammen. Der Grad an Komik, der in Iron Man anzutreffen ist, ist genau richtig gewählt, verleiht dem Film Frische und Pep und macht den Charakter des Iron Man sympathisch.
Nach dem Abspann gibt Samuel L. Jackson eine kurze Gastperformance als Chef der Shield ab und will den Iron Man in ein Projekt seines Geheimdienstes einführen. Eine Trilogie ist ja sowieso geplant, aber auch ohne diese Information lässt sich nach der allerletzten Szene fest vermuten, dass es ein Sequel geben wird: freuen wir uns darauf und hoffen, dass die Fortsetzungen diesem Film in nichts nachstehen werden.
Guckt euch den Film an und bleibt bis zum Ende im Sessel sitzen: es lohnt sich!!
10/10 Punkten
Zweite Meinung gefällig oder von Nöten? Dann gibt’s hier die von Konna, die von Kaltduscher und die von KiNGU
Übrigens: Alle, die - ohne ihr Hirn jemals in Bezug darauf eingeschltet zu haben - Palitücher tragen, sollten hier einmal darauf achten, welche Charaktere das auch tun; und vor was für einem Hintergrund diese stehen!
Ich hab den Film leider noch nicht gesehen, freute mich aber auch derbst drauf bis ich gelesen habe das ordentlich was Geschnitten wurde
Auch wenn ich die Cut-Szenen nicht kenne, spekuliere ich einfach mal, dass es dem Film keinen Abbruch getan hat, denn er ist wirklich absolut klasse geworden (wie man ja oben lesen kann
)
Ich vertraue dir mal