Archiv für 3. Mai 2008

Die Mumie (1999)

Die Mumie
Zu kaufen ist der Film als Teil 1 der TV Movie Action Collection, als Collector’s Edition, als 2-Disc Special Edition, als Deluxe Edition (zusammen mit Die Mumie kehrt zurück), in der Die Mumie/Die Mumie kehrt zurück-Box, als Limited Edition im Die Mumie/Die Mumie kehrt zurück/The Scorpion King Steelbook und als HD DVD.

Theben, 1290 BC. Dort hat Anck-su-namun, die Geliebte des Pharaos, eine Affäre mit Imhotep, einem Hohepriester, der hier von Arnold Vosloo (nein, nicht von Billy Zane ;) ) verkörpert wird. Als ihr Verhältnis vom Pharao entdeckt wird, töten die beiden ihn. Imhotep flieht mit seinen Priestern in die Wüste und Anck-su-namun ersticht sich. Um sie aus dem Reich der Toten zurückzuholen, stiehlt Imhotep ihren Leichnam und bringt ihn in die Stadt der Toten: Hamunaptra. Die dazu dienende magische Formel befindet sich im schwarzen Buch der Toten, doch bevor Imhotep sie bis zum Ende lesen kann, wird er von der Leibgarde des Pharaos festgenommen. Seine Priester werden bei lebendigem Leibe mumifiziert und er selbst wird mit dem schlimmsten – und gefürchtetsten – Fluch bestraft, den es in Ägypten gibt, dem Hom-Dai: er wird gemeinsam mit lebenden Skarabäenin in einem Sarkophag am Füße einer Anubis-Statue vergraben, wo er bis in alle Ewigkeit als Untoter verweilen soll.

Fortan ist Hamunaptra eine verfluchte Stadt und das Geheimnis um Imhotep wird von den Nachfahren der königlichen Leibgarde bewahrt, um zu verhindern, dass er sein Grab jemals verlässt, denn würde dies geschehen, würde er unglaubliche Kräfte besitzen und Ägypten mit den biblischen Plagen strafen.

Kairo, Mitte der 1920er Jahre. Jonathan Carnahan (John Hannah) stiehlt Rick O’Connell (Brendan Fraser) eine kleine Dose, die er seiner Schwester Evelyn, Spezialistin für altägyptische Sprachen und Bibliothekarin (Rachel Weisz), zeigt. Diese findet in der Dose eine Karte zur Stadt Hamunaptra. Die beiden machen sich auf den Weg zu O’Connell, der im Gefängnis auf den Strick wartet. Als er erzählt, dass er bereits in der Stadt der Toten gewesen sei, bittet Evy ihn, sie nach Hamunaptra zu führen. Er sagt zu, unter der Bedingung, dass sie ihn vor dem Galgen bewahrt. Durch eine Beteiligung am Schatz Hamunaptras kann sie den Gefängnisleiter tatsächlich dazu bringen, Rick zu verschonen.

Neben dieser kleinen Gruppe macht sich auch eine Horde amerikanischer Grabräuber auf den Weg in die verfluchte Stadt. Geleitet werden sie von Beni, einem unsympathischenun und egoistischen Gauner, der gemeinsam mit Rick in Hamunaptra war, wo er ihn verlies. Das Schiff, auf dem sich alle Beteiligten befinden, wird nachts von den Wächtern der Stadt aufgesucht, die die Dose und die Karte in ihren Besitz bringen wollen. Das Schiff verbrennt nach einem Kampf, aber die Grabjäger und die Gruppe um O’Connell erreichen die Stadt auf Kamelen und Pferden. Sie finden Imhoteps Grab, seine Eingeweide und das schwarze Buch der Toten. Als Evelyn ohne darüber nachzudenken aus dem Buch vorliest, wird der untote Imhotep erweckt und die seit über drei Jahrtausenden gehegten Befürchtungen bewahrheiten sich…

Der Film beginnt mit äußerst eindrucksvollen CGI: einer Kamerafahrt durch Theben, über 3000 Jahre vor unserer Zeit und das Thema des Films lässt richtig vermuten, dass es auch sonst viele computeranimierte Mumien, Sandmassen, Skarabäen, usw. gibt.

Der Film beinhaltet einen Vielzahl verschiedener Charaktere, was ihn facettenreich macht: Evelyn, die trotz der Tatsache, dass sie keine gewöhnliche Frau der 20er Jahre ist, einige stereotypisch weibliche Eigenschaften hat, Rick, den coolen Kämpfer, der relativ schwer aus der Bahn zu werfen ist, Jonathan, den tollpatschigen und ängstlichen Taschendieb, Imhotep, dem unsagbar Bösen, der immernoch unsterblich in Anck-su-namun verliebt ist, die furchtlosen und unerschütterlichen Wächter der Stadt, den skurrilen Piloten Captain Winston, die gewissenlosen habgierigen Grabjäger und den noch gewissenlosere und habgierigere Beni. Die Darstellen können alle in ihren Rollen überzeugen.

Was dieses große Spektrum an Personen mit sich bringt sind Spannung, Witz, ein bisschen Gefühl, Abenteuer und noch einiges mehr. Die Story ist intelligent gestaltet, der Film beschränkt sich also bei Weitem nicht auf den Kampf mit Mumien und Untoten. Wer Lust auf dieses Abenteuer in der Wüste Ägyptens bekommen hat, Ägypten-Fan ist oder die Indy-Reihe auswendig kennt und seinen Horizont auf dem selben Gebiet erweitern möchte, sollte es sich wirklich zu Gemüte führen.

8,5/10 Punkten

Film bei Amazon

Andere Meinungen:

C.H. (8/10)
at the movies (5/10)

Ø 7,17/10

Jagdfieber (2006) – Audiokommentar

Dieser Audiokommentar zu Jagdfieber ist über die Special Features (nicht über das Sprachmenue) anzuwählen, Untertitel dazu gibt es weder in Englisch noch in Deutsch.

Beteiligte:
Michelle Murdocca
(Produzentin und Synchronstimme der Stinktierdame Maria)
Jill Culton (Regisseurin)
Roger Allers (Regisseur)
Anthony Stacchi (Co-Regisseur)

Meine Meinung:
Eins vorweg: mich persönlich stört das fehlen von Untertiteln grundsätzlich nicht, wenn man gar ein Englisch kann, nützt einem der Audiokommentar allerdings herzlich wenig. Wenn man der Sprache im Ansatz fähig ist, kann man ja mal versuchen wie weit man kommt. Die Beteiligten sprechen ohne Dialekt oder Akzent und deutlich, manchmal allerdings schnell und durcheinander.

Die beiden Frauen, vor allem jedoch Michelle Murdocca, reden am meisten, aber die Männer kommen auch zu Wort. Angesprochene Themen sind die Animation, geschnittene und alternative Szenen, der “Missbracuh der Hasen” und wie es dazu kam, die Synchronsprecher und die einzelnen Stimmen, die Charaktereigenschaften der Charaktere, der Soundtrack, das Vorgehen beim Animieren, abgeänderte Details in der Animation, Farben und Stimmung des Films, Reaktionen der Zuschauer bei Testvorführungen und noch einige mehr.

Die Atmosphäre des Kommentars ist superlustig: die Beteiligten lachen sehr viel und oft und man merkt wie viel Spaß die Beteiligten an der Erstellung des Films hatten. Dadurch ist der Kommentar im Prinzip spannender und interessanter als der Film selbst. Die Beteiligten schaffen es, die Freude in ihrer Stimme auf den Zuhörer zu übertragen und legen einen sehr angenehmen, lustigen und interessanten Stil des Erzählens an den Tag. Diesen kurzweiligen Audiokommentar, in dem inhaltlich auf jeden Fall für jeden etwas dabei ist, sollte man sich also wirklich einmal anhören, bei einer Länge von nur 82 Minuten ist das sicherlich durchaus vertretbar.

Meine Wertung:
Informationsgehalt: 10/10
Fun-Faktor: 10/10
Enthusiasmus der Beteiligten:10/10

DVD bei Amazon

Jagdfieber (2006)

Jagdfieber, ein Animationsfilm aus dem Hause Sony aus dem Jahre 2006 und damit dessen “Erstschlag”, ist sowohl als Einzel-DVD als auch als Limited Edition mit Mr. Dinkleman-Plüschtier, als limitierte Fahrrahupen-Edition, als UMD und als Blue-Ray erschienen.
Auf der DVD befinden sich neben dem Film auch viele Specials wie Minigames und einen Audiokommentar.

Boog ist ein Grizzly, der in der kleinen Stadt Timberline in einer einer Show Einrad fährt und bei Pfadfinderin Beth in der Garage wohnt, die ihn als er ein Baby war gewonnen hat. Er bekommt pro Tag acht vollwertige Mahlzeiten plus Snacks serviert, benutzt eine Toilette, hat ein Stofftier (einen kleinen Bären namens Mr. Dinkleman), bekommt zum Einschlafen jeden Abend das Bären-Pick Nick-Lied vorgesungen und schaut Fernsehen.

Als Boog und Beth nach ihrer Show einen kurzen Stopp beim Sheriff Gordy einlegen, parkt neben ihrem Wagen der Pick-up von Shaw, dem übelsten Wilderer der Region. Auf der Haube des Wagens ist der Hirsch Elliot festgebunden, den Shaw vorher mit Absicht angefahren hatte. Widerwillig rettet Boog den Hirsch, der ihm daraufhin am Abend einen Besuch in seiner Garage abstattet und ihn einen “Juhu-Riegel” probieren lässt. Betört von der Schokolade folgt der Bär Elliot in die Stadt, wo sie den Supermarkt verwüsten. Als die Polizei anrückt, macht Elliot die Fliege und Boog wird gefasst. Als Elliot ihm an nächsten Tag schon wieder einen Besuch abstattet – dieses Mal auf der Bühne seiner Show – und ihr daraus resultierender Streit so aussieht, als wolle Boog Elliot fressen, entschließt Beth sich auf Zureden des Sheriffs dazu, Boog im Wald auszusetzen.

Da die Jagdsaison in 2 Tagen beginnen soll, bringt sie Elliot und ihren Schützling in den obersten Teil des Waldes, über den Wasserfall. Boog, der noch nie in Freigeit gelebt hat, findet sich als er morgens aufwacht also in der Wildnis des Waldes wieder und sieht sich mit einer chaotischen Bande von Tieren alles Spezies konfrontiert. Elliot verspricht, ihn wieder nach Timberline zu führen, wenn er ihn dafür in seine Garage aufnimmt.

Neben den vielen Jägern, die zur Jagdsaison in den Wald aufbrechen und einem Ehepaar mit Dackel, das auf der Suche nach Bigfoot ist, sucht auch Shaw nach Boog und Elliot, um sie mit seiner besten Freundin – seinem Präzisionsgewehr Lorraine – zu erlegen. Als der egoistische Bär das Brechen eines Dammes verursacht, wodurch alle Tiere aus dem oberen Teil des Waldes ins Jagdgebiet gespült werden und er seine Schuld nicht einsieht, macht er sich alleine auf den Weg. In Shaws Hütte findet er heraus, dass der es auf Elliot abgesehen hat. Er muss seinen Egoismus überwinden, um seinem Freund zu helfen und verbündet sich im Angesicht der Jäger mit allen anderen Tieren zwecks der Vertreibung der Eindringlinge. Eine wilde Schlacht beginnt.

Der Film ist – was die Tiere angeht – nicht realistisch animiert, was ihm aber keinen Abbruch tut, da sie sowieso auf zwei Beinen gehen, reden und Schokoriegel futtern. Die Animation ist sehr gut und vor allem sehr, sehr süß. Die beiden Hauptcharaktere (Boog und Elliot) gefallen mir nicht 100%ig, aber meine Knuddel-Favoriten sind Mr. Dinkleman, das Stachelschwein (Übrigens gesprochen von Santiago Ziesmer, Synchronstimme von Steve Buscemi, der u.a. dem Pfefferkuchenmann und Spongebob seine Stimme leiht) und die (Travolta-)Biber: soooo niedlich ;) . Shaw ist ebenfalls sehr gut getroffen.

Der Kampf gegen die Jäger war auf jeden Fall das beste am ganzen Film, gefolgt von der Verfolgungsjagd auf dem Wasserfall. Leider dauern diese Szenen nicht so lange und zwischendurch kommt manchmal fast ein kleines Stückchen Langeweile auf, bei Kindern allerdings eher nicht.

Ein Film über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und die Überwindung des eigenen Egoismus, in dem es sowohl traurige als auch lustige und “gruselige” (für Kinder) Passagen gibt. Also ein niedlicher Film für die ganze Familie und ein gelungener Einstieg von Sony Pictures in die Animationssparte.

Sympathieträger des Films ist bei mir ganz klar das Stachelschwein.

Der Soundtrack ist gut und der Titelsong I wanna lose control von Deathray (Musikvideo ist in den Special Features der DVD zu finden) ist cool.

Wer nun Lust auf Kettensägen schwingende Biber, Nüsse werfende Eichhörnchen und Allzweck-Hasen, die als Handtücher dienen, mit Löffeln prügeln und schaulustig veranlagt sind, bekommen hat, sollte sich überlegen, zur limitierten Mr. Dinkleman-Plüschtier Edition zu greifen (dank TPG mit 9,99€ nur 4 Cent teurer als die Einzel-DVD, Stand 03.05.08 ), weil dieses blaue Bärchen einfach zum Knuddeln ist. Ansonsten tut es aber auch die Einzel-DVD, die Fahrradhupen-Edition finde ich persönlich nicht so schön.

Von mir gibt es für all das durchschnittliche
7/10 Punkten.

DVD bei Amazon

Andere Meinungen:

at the movies (6/10)

Ø 6,5/10


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