Drei Männer im Schnee (1955)

Drei Männer im Schnee (BRD, 1955)

Eduard Schlüter (Paul Dahlke), seines Zeichens Geheimrat, ist Multimillionär und kümmert sich um die Schlüterwerke - Schlüters gesammelte Werke, wie er sie nennt -, den Quell seines Vermögens, nur telefonisch. Schlüter verbringt seine Zeit lieber mit kindlcihen Albernheiten, mit denen er seine Tochter Hildegard (Nicole Heesters), seinen Diener Johann (Günther Lüders) und seine hausdame Kunkel (Margarete Haagen) in den Wahnsinn treibt.

So auch als er unter dem Namen Eduard Schulze auf postlagernde Anschrift an einem Preisausschreiben der Schlüterwerke teilnimmt. Tatächlich gehört er zu den Gewinnern. Als Zweitplatzierter gewinnt er einen zehntägigen Aufenthalt in einem Luxus-Ski-Hotel. Nun wäre er aber nicht Eduard Schlüter, würde er sich einfach zehn Tage lang erholen fahren. Für seinen Besuch des Hotels hat er sich etwas einfallen lassen: er reist als armer Mann und will so herausfinden, ob er behandelt wird wie jeder andere gast oder ob Armut wirklich eine Schande ist. Weil er sich alleine nicht traut, muss ihn diener Johann Kesselhut getarnt als reicher Urlauber begleiten. Hilde und Kunkel wollen das icht einfach so hinnehmen und warnen den Hoteldirektor vor, müssen jedoch auflegen, bevor sie Schlüters Namen mitteilen können.

Der Preisträger des ertsen Platzes, Dr. Fritz Hagedorn (Claus Biederstedt, btw Sprecher der Anfangssequenz von Raumpatrouille Orion), ist arbeitsloser Werbefachmann und liegt deshalb seiner Mutter auf der Tasche.
Als er im Hotel ankommt, wird er für den verkleideten Millionär gehalten und erhält das beste Zimmer des Hotels sowe allerlei Extras. Er wurde nicht nur von Portier (Fritz Imhoff) und Direktor (Hans Olden) erwartet: Thea Casparius (Eva Maria Meinecke) und Frau von Mallebre (Elfie Pertramer) wolen sich “den kleinen Millionär angeln”. Der kleine Millionär freundet sich allerdings schnell mit Eduard Schulze und Herrn Kesselhut an, der “den ollen Schlüter kennt”.

Schulze bekommt vom Direktor die Dachkamer im obersten Stock des Hotels, die weder über einen Ofen, noch ein Bad oder warmes Wasser verfügt. vom Portier wird er als Mitarbeiterhilfe eingesetzt, muss also Besorgungen machen, die Eisbahn kehren und ähnich Schikanen. Als Hilde und Kunkel von Johann darüber informiert werden, machen sie sich - ebenfalls mit falscher Identität - auf den Weg ins Hotel…

Erich Kästner lieferte nicht nur die Buchvorlage für diesen Film, er übernahm auch höchst persönllich den Part des Erzählers. Regie führte Kurt Hoffmann.

Der Film (s/w) hat sehr viel Witz, wozu vor allen Dingen der schrullige Charakter Eduard Schlüters verantwortlich ist. Dialoge und Gestik und Mimik der Beteiligten sind einfach zum Totlachen komisch, auch 50 Jahre nachdem der Film zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Das Duo Kukel-Johann ist ebenfalls urkomisch und liefert sich intessante Wortgefechte. :D

Die Liebesgeschichte zwischen Hilde und Dr. Hagedorn kommt nicht zu kurz, gerät zu meiner großen Freude aber auch nicht zu lang. Der Film Fokussiert eher die Beziehung Schulze-Hagedorn mit Einwirken von Herrn Kesselhut, der mit seiner Mimik und seiner ersten Skistunde auch zur Belastung der Lachmuskeln beiträgt. Die Schauspieler können allesamt überzeugen und es macht sher viel Spaß ihnen dabei zuzuschauen.

Seinen Namen - und die Illustration auf dem Cover - verdankt der Film einem alkoholhaltigen Abend des Film, der mit drei Männern und einem eierköpfigen Schneemann im Schnee endet: ebenfalls eine sehr lustige Szene.

Ein Film, der die Lachmuskeln ohne große Umschweife angreift und den ich mir immer wieder sehr, sehr gerne anschaue und den ich jedem empfehlen kann. Außer natürlich allen mit prinzipieller s/w-Aversion (die hier allerdings etwas verpassen). Ein frischer Film für zwischendurch. :)

Von mir gibt es dafür
9/10 Punkten
ein keines Bísserl objektiver sind es vielleicht eher 8, aber ich rate sowieso jedem ihn anzugucken und sich sebst eine Meinung diesbezüglich zu bilden… ;)

Der Film ist leider immernoch nicht auf DVD erschienen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Wundersame Weise wird die VHS inzwischen zu horrenden Wucherpreisen angeboten, ist für annehmbare Preise - und unter der Voraussetzung, dass man sich noch im Besitz eines Videorekorders besitzt - aber sehr ergatternswert.

Hier noch ein Tipp für alle Schüler, die ins Vergnügen kommen, sich in der Oberstufe auf Ski-Kompaktphase begeben zu dürfen: der Film liefer sehr viel Videomaterial für die verschiedensten Referate (Skiort, Pistenregeln, Aufwärmen, Skiverletzungen,…), unserer Gruppe brachte das damals 15 Punkte ein :)

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