Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion
“Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr, es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die ORION, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleite wir die ORION bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.” (gesprochen von Claus Biederstaedt, Drei Männer im Schnee)
Dies ist die Introduktion in jede der sieben Folgen der besten Science-Fiction-Serie aller Zeiten, in der die Mannschaft des Raumschiffs Orion um Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) diverse Abenteuer erlebt. Die Crew besteht neben McLane aus Armierungsoffizier Mario de Monti (Wolfgang Völz), Bordingenieur Hasso Sigbjörnsen (Claus Holm), Astrogator Atan Shubashi (Friedrich G. Beckhaus) und Leutnant für Raumüberwachung Helga Legrelle (Ursula Lillig).
In der ersten Folge wird Oberst Cliff Allister McLane nach einer Befehlsverweigerung von Genaral Wamsler (Benno Sterzenbach) zum Commander degradiert und mitsamt seiner Mannschaft zum Raumpatrouillendienst strafversetzt. Um weitere Verfehlungen und Pflichtverstöße zu unterbinden, wird die Beamtin des Galaktischen Sicherheitsdienstes (GSD) Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) an Bord der Orion abkommandiert.
Bei ihrem ersten Auftrag im Patrouillendienst treffen Hasso Sigbjörnsen und Atan Ahubashi auf der Außenbasis MZ-4 auf außerirdische böswillige Lebewesen, die die beiden Frogs taufen, und die vorhaben die beiden Raumfahrer sowie die Erde zu vernichten. Im Laufe der weiteren Folge bedrohen die Frogs somit immer wieder, aber mithilfe verschiedener Methoden, die Menschheit. Ihre Rettung heißt Orion (erst Orion 7, nach einem “kleinen Zischenfall” dann Orion 8 ). Neben dem Kampf gegen die Außerirdischen, muss sich die Besatzung der Orion auch mit Ihresgleichen und verrücktgewordenen Androiden herumschlagen.
Diese ARD-Produktion war 1966 so hochkarätig wie keine andere Fernsehproduktion. Filmarchidekt Rolf Zehetbauer, zuständig für den Großteil der Dekoration, legte in diesen Filmen eine brilliante Arbeit ab. Viel mehr noch als die gekonnt ausgewählten stylischen Designermöbeln trug vor allem der Einsatz alltäglicher Gegenstände zum Charme des Sets bei. Im Kommandostand der Raumschiffe befinden sich umfunktionierte Bügeleisen, Bleistiftspitzer, Lochkarten, Platikbecher, Kochlöffel, Uhrzeiger, Nähgarnrollenbehälter und vieles mehr. Das ganze wirkt jedoch nicht billig, sondern erzielt - ganz im Gegenteil - im Zusammenspiel genau den gewüschten futuristischen Look -und das mit Liebe zum Detail. Bei Schnitt und Retusche gab es so viel zu tun, dass sie Post-production des Film ein Jahr in Anspruch nahm - eine für die 60er Jahre doch seht außergewöhnliche Zeitspanne. Die Serie ist zwar schwarz-weiß, wurde aber teilweise in Fare gedreht. Warum? Hier kamen Bluescreens - damals noch blau eingefärbte Tücher - zum Einsatz. Für die Aufnahmen im All wurde in die Trickkiste gegriffen: hier finden Reis, Gibs, Brausetabletten, Wasser, Holz und noch so einiges mehr ihren Platz.
Auch die Kostüme sind einfach einmalig: extrem schlicht gehalten, trotzdem aber äußerst stylisch und somit sehr futuristisch und passend. Die Einheitsfrisur der weiblichen Mitglieder der Raumfahrtbehöerde und des GSD ist ebenfalls kultig (so eine wollte ich dann auch immer haben…
). Dazu passend wurden die Tänze im Starlight-Casino entwickelt, die sich ebenfalls perfekt ins futuristische Ambiente einpassen. An dieser Stelle noch einige Worte zur Musik an sich: der Soundtrack ist einfach toll und auch ohne den Film - für sich - zu empfehlen (auch enthalten in der Alphabox zur Serie).
Die witzigen, intelligenten und interessanten Dialoge des Film bestätigen sowohl die Drehbuchautoren als auch die Schauspieler, die sie so gekonnt an den Mann bringen, in ihrer Arbeit. Es macht einfach Spaß den kleinen Wortgefechten an Bord - oder auf fernen Planeten und Sternen - zu lauschen. Dies gilt nicht nur für die verbalen Auseinandersetzungen zwischen Commander McLane und Leutnant Jagellovsk, sondern auch für die Sticheleien zwischen Helga und der GSD-Beamtin, Hasso und Mario im Streit um die Maschinen, die sarkastischen Kommentare aller Beteiligten, die Gespräche der Orion-Besatzung mit der ORB, und, und, und… Die Charaktere bekommen von ihren Darstellern sehr viel Leben und damit Athentizität eingehaucht, was die Serie mit ausmacht.
Hier stimmt einfach alles, was man auch daran sieht, dass die Serie fast ein habes Jahrhundert später nichts an ihrem futuristischen Flair einbüßen musste.
2003 fand die Serie mit dem Producer’s Cut Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino in unsere Lichtspielhäuser. Wie in einer Nachrichtensendung werden die sieben Folgen hier in Teilen als Berichte zusmmensgeschnitten. Mich störte bei den zusammengewürfelten Filmausschnitten vor allen Dingen die Nachrichtensprecherin und daher empfehliche ich, lieber zu den alten Folgen zu greifen: die sieben Stunden sind sinnvoller genutzt, als die 90 Minuten Zusammenschnitt.
Für mich ist Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion ganz klar die beste Science-Fiction-Serie, die es je gab und selbst die Technik der nächsten Jahrzehnte wird nichts daran ändern - egal was für Serien sie hervorbringen mag. Als ich zehn war, konnte ich nach der zweiten Folge die Eröffnungssequenz auswendig mitsprechen, was ich an den fünf Folgesamstagen - oder einfach mal so zwischendurch - dann auch tat
und damit meine Schwester nervte und kannte die Namen aller Besatzungsmitglieder auswendig. (Daran hat sich inzwischen - fast 10 Jahre später - nur geändert, dass ich auch alle Folgen fast auswendig mitsprechen kann
). Die Orion ist einfach kultig und daher finde ich es unglaublich schade, dass ein relativ großer Teil meiner Generarion nichts mit den Filmen anfangen kann, weil sie ihnen zu langweilig und unspektulär sind: da freut man sich über jede Ausnahme. Jetzt aber Rücksturz zur Erde (bitte nicht ins Kino)!
10.000/10 Punkten!! ![]()
Hier geht’s zur Raumpatrouille Orion Alphabox (GSD-Tin)
Hier geht’s zum Review von KiNGU
Das ist aber nicht die Box mit Inhalt.. das ist hier nur die DVDsVideos.
dies hier sind nur die Fime , nicht die Box!
Guten Mrgen!

Ich glaube, du hast noch zu viel Schlaf in den Augen…
Das hier ist weder eine DVD, noch eine Box, sondern ein Review.
Die Links zur Box mit DVDs (und noch einem mehr) als Inhalt findest du über den Link “Hier geht’s zur Raumpatrouille Orion Alphabox (GSD-Tin)” am Ende des Beitrags.
LG und einen guten Start in den Tag an alle!