Miss Marple (1961-1964)

Margaret Rutherford - Die einzig wahre Miss Jane Marple

Miss Marple Edition

Miss Marple: 16 Uhr 50 ab Paddington (1961)

Miss Jane Marple (Margaret Rutherford) beobachtet bei einer Zugfahrt, wie in einem vorbeifahrenden Zug eine juge Frau erwürgt wird und meldet dies dem Schaffner. Der denkt sie hätte die Geschichte nur geträumt, leitet das ganze dennoch an die Polizei weiter. Da die Gestzeshüter keine anderen Anhaltspunkte für den Mord haben und es keine weiteren Zeugen gibt, legt die Polizei den Fall zu den Akten und Inspector Craddock (Charles Tingwell) ist ebenfalls der Ansicht Miss Marple habe nur gesponnen.

Das kann die alte Dame nicht einfach so auf sich sitzen lassen und begibt sich - mithilfe ihres besten Freundes und Bibliothekars Mr. Stringer (Stringer Davis) - selbst auf die Suche nach dem Mörder, weil die beiden gemeinsam schon hunderte Kriminalromane gelesen haben und Miss Marple sich deshalb zur Klärug eine Falles im Stande sieht…

Miss Marple: Der Wachsblumenstrauß (1963)

Miss Marple und Mr. Stringer sind gerade dabei Spenden zu sammeln, als ihnen auf seinem Anwesen der alte Mr. Enderby tot vor die Füße fällt. Die verständigte Polizei stellt einen Herzinfakt fest, doch Jane Marple weiß es besser: Mr. Enderby wurde umgebracht: mit einer Katze, die dazu benutzt wurde, ihn zu Tode zu erschrecken. Ein von einem Reiterstiefel gefallener Dreckklumpen führt sie zur Aufklärung des Falles in ein nahe gelegenes Gallop-Hotel…

Miss Marple: Vier Frauen und ein Mord (1964)

Eine junge Frau wird von einem Polizisten erhängt aufgefunden. Am Knoten des Stricks sitzt ihr Untermieter, dem daraufhin der Prozess gemacht wird. Die Geschworenen ziehen sich zur Beratung zurück und sprechen sich mehrheitlich für “schuldig” aus. Mehrheitlich, aber nicht einstimmig, denn Miss Marple ist von der Unschuld des Mannes überzeugt: hat sie doch einst einen Kriminalroman gelesen, in dem der unschuldige Untermieter zu unrecht verurteilt wurde. Nach einigen Nachforschungen und mit der Hilfe von Mr. Stringer, tritt Miss Marple einer Schauspielertruppe bei, in der sie den Mörder vermutet…

Miss Marple: Mörder ahoi! (1964)

Während der jährlichen Kuratoriumssitzung der “Stiftung zur Besserung der Jugend”, der Miss Marple beisitzt, stirbt Folly-Hardwicke beim Versuch eine äußerst wichtige Mitteilung zu machen. Herzinfakt, so die Polizei. Miss Marple hingegen stellt am Tatort einen verschütteten Rest des Schnupftabaks des Toten sicher und findet durch chemische Analyse heraus, dass dieser vergiftet war: genau wie in dem Kriminalroman “The Doom Box”. Da der Tote gerade von einer Inspektion des Schiffes H.M.S. Battledore zurückgekeht war, vermutet Miss Marple dort seinen Mörder und begibt sich als Kuratoriumsmitglied auf das Schiff…

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Margaret Rutherford ist als Miss Marple einfach göttlich! Sie schafft es der schrulligen und sturen alten Dame so viel Leben einzuhauchen wie es selten einem Schauspieler gelungen ist. Die auf den Büchern Agatha Christies basierenden Filme leben von viel Witz in intelligenten Dialogen und von den Eigenheiten der Charaktere selbst.

Alle Filme sind einfach grandios, Vier Frauen und ein Mord ist in meinen Augen der schwächste Teil der Reihe. Die anderen drei sind - wie gesagt - grandios!!

In Der Wachsblumenstrauß und vor allem in 16 Uhr 50 ab Paddington findet Miss Marple in Hector Enderby und Mr. Ackenthorpe - die beide um ihre Hand anhalten - ebenbürtige Gegner für grandiose Dialoge, in denen sie trotzdem immer überlegen ist. Mr. Stringer, der sich oft sorgende Ruhepol des Duos, sorgt ebenfalls für viel Spaß, wenn er Miss Marple nicht auf Anhieb durchschaut oder ihm vor lauter Staunen über ihre Vorhaben fast das Essen aus der Hand fällt und das Lächeln auf seinem Gesicht sich ruckartig in Luft auflöst.

Ebenfalls ein sehr interessanter und überaus witziger Charakter bebegnet uns in 16 Uhr 50 ab Paddington in Alexander, der trotz seines jungen Alters hervorragend mit Miss Marple zusammenspielt.

Zu einem Running-Gag wurde Miss Marples Gewinn von Medaillen, Pokalen und Titeln in diversen Sportarten (Golf, Reiten, Schießen, Fechten).

Die vielen skurrilen Gestalten, die in allen Filmen anzutreffen sind, machen die gesamte Filmreihe mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle zu einer einmaligen und gelungenen Serie, die auch nach über 40 Jahren immer wieder begeistern kann.

Ich empfehle die Filme im Originalton anzusehen, weil einige witzige Stellen - und der englische Humor - dort noch besser an den Mann (und natürlich auch die Frau) gebracht werden, als in der deutschen Synchronisation. Ansonsten ist die deutsche Vertonung aber sehr zu loben, denn die Übersetzung ist - im Gegensatz zu so manch anderem Film - einfach toll und auch die Synchronstimmen sind wirklich alle sehr passend.

Hier geht’s zur Miss Marple Edition (der oben abgebildeten Box mit allen vier Filmen)

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