Ocean’s Eleven (2001)

Ocean’s Eleven

Daniel “Danny” Ocean (George Clooney) wird nach vier Jahren aus dem Gefängnis entlassen, wo er für schweren Diebstahl einsaß. Am letzten Tag im Bau werden ihm die Scheidungspapiere von seiner Frau Tess (Julia Robert) zugestellt, die Jetzt mit Terry Benedict (Andy Garcia), einem Superreichen Las Vegas Casino-Besitzer zusammen ist.

Kaum auf freiem Fuß, beschließt Danny drei Casinos im Mekka Nevadas auszurauben, die zufällig Tess neuem Freund gehören.

Dafür rekrutiert erein Team, das aufgrund der Größe des Coups nicht zu klein ausfallen darf. Blackjack-Dealer Frank Catton (Bernie Mac) klettert als erstes Mitglied an Bord. Es forgen Ross “Rusty” Ryan (Brad Pitt), der Hollywoodstars illegal das Pokern lehrt, Malloy-Brüder Virgil (Casey Affleck) und Turk (Scott Caan), die sich in Utah auf einer Rennstrecke zu Tode langweilen, Saul (Carl Reiner), der sich eigentlich schon aus dem “Geschäft” zurückgezogen hatte, Techniker Livingston Dell (Eddie Jemison), der gerade fürs FBI die Mafia beschattet, der chinesische Zirkusakrobat Yen (Shaobo Qin), Taschendieb Linus Caldwell (Matt Damon) und der leidenschaftliche Sprengmeister Basher (Don Cheadle). Als Geldgeber fungiert ReubenTishkoff (Elliott Gould), Millionär, dessen Casino von Terry Benedicts Imperium ausgebootet wurde.

Die Bespitzelung und Vorbereitung für den mit Abstand größten Casino-Raubzug in der Geschichte von Vegas kann beginnen…

Schnitte und Szenenübergänge gut gewählt und gekonnt platziert. Der Zuschauer erfährt zwar von allen Mitteln, die den elt Dieben dienen, deren Einsatz wird ihm allerdings eher aus der Perspektive Benedicts und seiner Sicherheitsleute präsentiert, um auf die Überraschung am Ende hinzuarbeiten, an dem sich der Blickwinkel wieder ändert. Der Score dazu ist such sehr passend komponiert.

Die Story ist gut durchdacht und kann den vorm Fernseher sitzenden schnell für sich gewinnen. Das Ende ist bezüglich der Beziehung Danny-Tess schon sehr schnell vorauszusehen, mit den entsprechenden Umständen war allerdings eher nicht zu rechnen. Der Part Julia Roberts ist kein großer und ihre Darbietung der Tess hat nicht so begeistert, wie andere Schauspieler dies durch ihre pure Präsenz tun können. Bei ihrem doch relativ hochkarätigem Namen also eher eine schwache Leistung.

George Clooney hingegen gibt den smarten Dieb überzeugend und auch Brad Pitt schafft es dem ständig essenden Rusty Lebendigkeit einzuhauchen. Damit sind die beiden allerdings nicht alleine, denn auch der Rest der Bande überzeugt. Sogar Shaobo Qin kann als Yen, obwohl er außer dem Satzt “Where the fuck you been?” nur kurz chinesisch redet und ein Mal aufschreit der Leistung von Frau Roberts hier das Wasser reichen. Die beiden Brüder sind tendenziell zwar eher nervig, gleichzeitig aber auch sehr amüsant in ihren absolut kindischen und teils sehr sinnlosen Handlungen und Wortwechseln. Auch Matt Damon verleiht seiner Rolle, dem etwas unbeholfenen Taschendieb, der im Schatten seines Vaters steht, Authentizität und streicht beim Zuschauer Sympathiepunkte ein. Eddie Jemison, als Livingston ebenfalls etwas unbeholfen und dazu noch leicht nervenschwach, ist ebenfalls sofort voll da und in seiner Rolle. Don Cheadle, der aus einem mir nicht ersichtlichen Grund nicht in den Credits auftaucht, gibt eine sehr gelungene Performance als Fachkauderwelsch von sich gebender Experte für den richtigen Knalleffektab. Bernie Mac spielt Frank, der wiederum selbst schauspielert was das Zeug hält – das gilt auch für den überzeugenden, glaubwürdigen und witzigen Carl Reiner als Saul – und den Zuschauer damit zum Lachen bringt. Elliott Gould spielt Reuben, den abgelösten und sehr schrulligen Casino-König überzeugend und bleibt dem Publikum trotz der kleinen Zahl seiner Auftritte in Erinnerung. Ebenfalls eine gute – wenn auch nicht vom Betrachter gemochte – Figur macht Andy Garcia als ganz spezieller Casino-Kaiser.

Der Film bleibt Spannend bis zur Auflösung und hat so einige witzige Momente. Bis auf Julia Roberts, die hier eher gleichgültig zu spielen scheint, glänzen alle Akteure in ihren sehr veschiedenen Rollen.
Am Ende gönnt man Oceans Elf also die Früchte ihrer “Arbeit” und freut sich übers Gelingen des größte Überfalls in der Geschichte der Glücksspielmetropole Amerikas, genau so wie man Benedict seine Niederlage gönnt.

Eine Verwirrung stiftende Gangster-Komödie voller Diebe mit Schwung und Stil, die in George Clooney ihren perfekten Kopf gefunden haben. Ein Film, der Spaß macht und das selbst beim zweiten Mal – wenn man das Ende schon kennt, weil die witzign Szenen und der ausgetüftelte Plan so gut anzusehen sind.

Für lange und immer wieder währenden Spaß gibt’s
9/10 Punkten

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Hier gibt’s noch mehr Gauner

Hier findet ihr das Review zu Ocean’s Twelve (verfasst von KiNGU)

Hier gibt’s The_Dukes Review zu Ocean’s Thirteen
C.H.s Kurzreview zum selben Film gibt’s hier

5 Antworten zu „Ocean’s Eleven (2001)“


  1. 1 Kaiser_Soze 7. Mai 2008 um 11:19 vormittags

    OCEANS ELEVEN hat sicherlich etwas. Aber alleine schon seine Moral ist fragwürdig: Raube und bereicher dich. Und es funktioniert.

    Der Film lässt seine Verbrecher so als Sympathiefiguren und Andy Garcia, obwohl er im Grunde nichts Schlimmes tut, als Bösewicht dastehen, dass das schon sehr an krasser Manipulation grenzt.

  2. 2 isinesunshine 7. Mai 2008 um 11:28 vormittags

    Andy Garcia droht den Dieben mit rechtswidrigen Mitteln.
    Außerdem sind ja sehr viele Filme in dieser Hinsicht “moralisch fragwürdug”, wie du es nennst. In “The Transporter” ist Frank Martin auch ein Krimineller, dennoch Sympathieträger. Gleiches gilt für quasi alle Gangster- und Gauner-Komödien.
    Insofern hat das für ich keinerlei Auswirkungen auf die Bewertung des Films: mein Gott, es ist halt ein FILM – Fiktion und nicht die Realität!!

  3. 3 dukesmovieblog 7. Mai 2008 um 4:52 nachmittags

    Ich teile da Isis Meinung, sicherlich kann man dies als Manipulation missverstehen. Doch schlussendlich ist dies doch nur ein Film, und nicht gerade wenige andere Genrevertreter bedienen sich gleicher Mittel. Da müsste man einige “Klassiker” ankreiden, wenn man Wert auf dieses Detail legen sollte ;)

  4. 4 C.H. 7. Mai 2008 um 10:11 nachmittags

    Und ich füge noch hinzu: Der Film mit seinen Bildern und Tönen manipuliert den Zuschauer immer. Das ist nicht zu vermeiden, und viel mehr noch: So gewollt. Manchmal ist das Gut, manchmal ist das Schlecht, und manchmal macht es einfach nur Spaß – So im Fall von “Oceans 11″.

  5. 5 Kaiser_Soze 8. Mai 2008 um 2:51 nachmittags

    Natürlich manipuliert er immer. Aber man muss doch differenzieren, welche Moral er zieht. Und klar, OCEANS macht Spaß, und deshalb verdient er sich auch ein paar Punkte, aber doch nicht so eine hohe Punktzahl.

    @Isine

    Und wenn es ein Film ist, er spiegelt bzw. will die Realität irgendwo widerspiegeln.

    Zu Garcia: Na klar droht der denen. Würdest du doch auch tun? Hallo? Die wollen sein Casino ausrauben.

    Wenn solch Schnitzer nicht in Bewertung mit einbezieht, dann darf man deine so oder so nicht ernst nehmen. Bedaure. ;)

    @Duke

    Natürlich muss man deshalb einiges, ja und sogar Klassiker ankreiden. Viele aus diesem Genre machen vielleicht Spaß, aber nur weil man die Moral in den Hintegrund drängt. Nehmen wir mal an, du wärst Opfer solch eines Verbechen. Dann würde ich dich gerne mal sehen, wie du solche Filme siehst. ;)

    PS an alle: Ein Film bleibt letztlich nur ein Film. Aber darf er deshalb ein fragwürdiges Weltbild vertreten? Ich glaube nicht.


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