Schwerter des Königs – Dungeon Siege
Im Reich König Konreids (Burt Reynorlds) wird ein Krieg angezettelt und zwar vom bösen Magier Gallian (Ray Liotta, Hannibal, Smokin’ Aces, “Corrina, Corrina”). Dieser benutzt Muriella (Leelee Sobieski), die Tochter des königlichen Magiers Merick (John Rhys-Davies), um seine Fähigkeiten auszubauen. Er ernennt sich zum König der Krugs, einem Volk unzivilisierter Gestalten und mobilisiert diese in militärischer Manier. Hilfe bekommt er hierbei von Trumaine (Terence Kelly), dem Vetter des Königs, der scharf auf dessen Thron ist.
In der Nähe eines kleinen Dorfes im Königreich lebt Farmer (Jason Statham, The Transporter, Transporter II, Crank, The Italian Job, WAR) mit seinem Sohn und seiner Frau Solana (Claire Forlani, The Rock, Das Medaillon). Als seine Frau und sein Sohn sich auf den Weg machen, die geernteten Rüben auf dem Markt zu verkaufen, greifen die Krugs das Dorf an. Farmer kann sich zur Wehr setzen und auch einen Freund, Norick (Ron Perlman, Der Name der Rose, Hellboy), vor der Horde Wilder retten.
Norick und Farmer machen sich auf den Weg ins Dorf der Eltern Solanas, um seine Familie zu beschützen. Als dieser Versuch jedoch scheitert, sein Sohn und die Eltern seiner Frau getötet werden und Solana von den Krugs entführt wird, machen sich Farmer, Norick und Solanas Bruder Bastian (Will Sanderson, House of the Dead) auf die Suche nach der Verschleppten.
Gleichzeitig muss der König sich mit Gallian herumplagen und selbst – mit einem Teil seines Heeres – in den Krieg gegen den bösen Magier ziehen…
…
Der Film kommt leider etwas schleppend in Gang, die Story ist nicht überwältigend (was man von einer Game-Verfilmung ja auch nicht wirklich erwartet) und endet in einer schnulzigen Friede-Freude-Eierkuchen-Ausblendung, die ich total unpassend fand.
Rein optisch ist “Schwerter des Königs – Dungeon Siege” absolut hochwertig. Die Special Effects sind super umgesetzt und die Krugs kann man auch nicht schecht reden. Da ich bis auf den ersten keinen Film der “Herr der Ringe”-Trilogie gesehen habe, spare ich mir an dieser Stelle einen Vergleich der Streifen und die Frage nach dem Grad des Abgekupferten, weil ich es nicht beurteilen kann. Für sich genommen ist Dungeon Siege in dieser Hinsicht also auf jeden Fall nicht zu verachten.
Die Fights sind ordentlich wie man es von Jason Statham erwartet. Neben den üblichen Martial Arts-Einlagen, die hier eher von den Kampf-Ninjas(?) des Königs übernommen werden, zeigt Statham hier – vor allem beim ersten Kampf gegen die angrefenden Krugs – was er im Bereich des Wrestling kann. Unter den Soldaten des Königs kann er sich auch behaupten und sein Kampf mit Gallian ist ebenfalls gut. Gut aber ncht sehr gut, was nicht zuletzt an der FSK12 liegt. Hätte man die Messlatte an dieser Stelle weniger mainstreamig angelegt, wäre auf 16er gegangen und hätte mehr Blut in den Film gelassen, wäre das ganze Paket stimmiger gewesen und Brutalität hätte den Film unterstrichen, in dem die schwache Story so zu stark gewichtet wird.
Schauspielerisch ist hier keiner der Akteure wirklich gefordert, allerdings überzeugen sie größtenteils – auch seperat vom Film – einfach nur mit ihrem Namen. Der Cast ist also nicht von schlechten Eltern – in diesem Fall Uwe Boll – und kann sich sehen lassen.
Was Uwe Boll angeht: dieser hier war mein erster Boll-Film und als “grottenschlecht” kann ich ihn nun wirklich nicht bezeichnen. In seinem Internet-Interview (zu finden über Kaltduschers “MoviezKult”) fand ich ihn echt sympathisch und teile einige seiner dort geäußerten Ansichten. Einen Regisseur von vornherein abzustempeln halte ich eh für kindisch: dabei kann einem zu viel entgehen.
Ein Film, der im Mittelteil und bis kurz vor Schluss durchaus gut unterhalten kann und mit vielen guten Schauspielern sowie einer sehr gelungenen Optik aufwartet, womit er sich von mir
6,5/10 Punkten verdient.
Andere Meinungen:
Dominik (4/10)
Ø 5,75/10









Ich hab den Film zwar nicht gesehen, aber ne 6,5 scheint mir für einen Uwe-Boll-Film dann doch etwas zu hoch gegriffen.
PS: Ich werde ihn mir auch nie ansehen. Wie den Rest der Boll-Filme auch nicht.
Das ist ja genau die Einstellung, die ich absolut kindisch und bescheuert finde: von Anfang an etwas zu verurteilen und das nur, weil eine bestimmte Person dahinter steht.
Ach komm, jetzt hör aber auf.
Als könnte man deine Bewertungen sonst ernst nehmen.
Sich ‘nen Film anzugucken, weil irgendwer mitspielt oder Regie führt is ja aber was anderes.
Sich ‘nen Film nicht anzugucken, weil irgendwer mitspielt oder Regie führt ist das, was ich blöd finde. Ich kann Jack Nicholson nicht leiden, was aber nicht bedeutet, dass ich seine Filme umginge, sie grundsätzlich für schlecht befände oder seine schauspielerischen Leistungen abstreiten würde.
Also Kaisers Einstellung ist genau die, die mich nervt
Leute mäkeln an Uwe Boll rum, ohne je einen Film von ihm gesehen zu haben. Gerade aber die neuen Boll-Filme sind alles andere als schlecht. Dem Review zu DUNGEON SIEGE kann ich mich nur anschließen, POSTAL würde ich sogar eine 7/10er-Wertung verpassen. An den alten Filmen kann man Boll nicht mehr messen, er sagt ja selber, dass Sachen wie HOUSE OF THE DEAD oder ALONE IN THE DARK scheisse wären.
Also Postal muss ich mir unbedingt noch angucken, weil der Trailer, auf den ich nach dem Interview-Post auf deiner Seite gestoßen bin, echt gar nicht mal übel aussah…
Ich hab nicht gesagt, dass ich noch nie einen Boll-Film gesehen habe.
Aber das, was ich gesehen habe reicht mir. Und davon abgesehen, ist Uwe Boll ein totaler Freak, dummer Choleriker.
Aber es ist doch so: Wenn etwas nach Scheiße riecht, es nach Scheiße aussieht und es die Konsistenz von Scheiße besitzt, dann darf man ja wohl davon ausgehen, dass es Scheiße ist.
So viel zu seinen Filmen.
PS: Schaut euch ruhig seine Filme an. Aber dass ist nicht nur vergeudete Zeit, sondern auch schlecht für den Kopf.
Wobei man Uwe Boll nicht unterschätzen darf, zeigt er doch, wie beschissen man eine Film inszenieren kann. Und das trotz zahlreicher Projekte.
DAS, nicht DASS.