The Fighters (2008)

The Fighters

Footballspieler Jake Tylor (Sean Faris) prügelt sich ständig, so auch auf dem Platz. Als ein Spieler der gegnerischen Mannschaft Jake auf dessen toten Vater anspricht, schlägt Jake ihn mit einem Kinnhaken K.O. Während Jake, sein kleiner Bruder Charlie (Wyatt Smith) und seine Mutter (Leslie Hope) – wie jedes Mal nach einer von Jakes Schlägereien – umziehen müssen, kursiert das Footballvideo auf Youtube.

So ist Jake an seiner neuen Schule in Orlando schon vor seiner Ankunft bekannt. Als er am ersten Schultag aus der Mittagspause kommt, sieht er wie sich zwei Schüler schlagen und Max (Evan Peters), einer von ihnen, ordentlich einsteckt. Als Jake dazwischen geht, bekommt er einen Schlag von Max, der ihm mitteilt, er habe alles unter Kontrolle. Im Unterricht wird er dann auf die attraktive Baja (Amber Heard) aufmerksam.

Als sie ihn einige Tage später auf eine Party einlädt, ist Jake natürlich sofort zur Stelle. Dort trifft er auf Ryan McCarthy (Cam Gigandet), der ihm Kämpfe zeigt, die sich gerade vor einem Balkon seiner Villa abspielen. Plötzlich kündigt McCarthy den Kampf des Abends an: er gegen Jake. Letzerer weigert sich selbst dann noch, als sich herausstellt, dass Baja McCarthys Freundin ist und damit nur ein Köder war. Als McCarthy jedoch damit anfängt, Jake für den Tod dessen Vaters verantwortlich zu machen, geht der neue auf den Fight ein und wird gnadenlos verprügelt, bis er endgültig zu Boden geht.

Max, dessen Kampflehrer Jean Roqua (Djimon Hounsou), der der beste Fighter überhaupt sein soll, bietet Jake an, ihn zum Training zu begleiten und nach einiger Überlegung entschließt sich Jake, den Mix aus Kampsportarten zu erlernen, um sich bei McCarthy zu rächen…

Die Philosophie von The Fighters lautet: “Jeder hat seinem persönlichen Fight gegenüberzutreten.”. Erstaunlicher Weise ist der FIlm tiefgründig, und die Fights, denen Roqua und Jake sich wirklich stellen müssen, haben  dramatische Hintergründe. Jake wird übel zugerichtet und zwischen den Charakteren, vor allen Dingen Jake, Max, Roqua und Baja, entstehen verschiedene Beziehungen, die sich über die Laufzeit des Films hin entwickeln. Aufgrund der trotz allem ziemlich einfach gestrickten Handlung, kann sich der Film aber dennoch nicht als Charakterstudie schimpfen, was auch fehl am Platz gewesen wäre.

Schauspielerische Glanzleistungen sind bei The Fighters nicht zu erwarten und nicht anzutreffen, die Schauspieler schaffen es aber dennoch ihre Rollen glaubhaft zu spielen und ihnen mehr zu verleihen als nur ein Gesicht.

Die Vorstellung des superreichen und mächtigen McCarthys in seiner Villa erinnert an “American Pie”. Hier wird de perfekte American-Way-Highschool-Party gezeigt: lauter nackte züngelnde gutaussehende Girls in Pools und Becken, Alkohol, Musik und gute Laune. Allerdings prallt zumindest der Alkohol bei den Sportlern auf Widerstand: Jake und McCarthy trinken in dieser Party-Oase nichts anderes als Wasser.

Die Fights sind schlicht gehalten und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Dies steigert die Empfindung von Brutalität beim Zuschauer, der hier Teil des Kultes wird, sich vor Publikum zu schlagen. Das Publikum erstreckt sich über die ringsum stehende Meute hinaus: es wird extrem viel Schleichwerbung für Youtube gemacht.

Neben den Fights steht bei diesem Film vor allem auch das Training im Vordergrund, das – wie in fast jedem älteren Jacki Chan-Film – die nötige Grundlage für den finalen Kampf darstellt. Da es sich auch hier um Kampfsport handelt, wird die Atmung als sehr wichtiges Element des Sports betont.

Exzellente Arbeit am Film leisteten in The Fighters vor allen Dingen Debra Weinfeld und Victor Du Bois, die den Film zusammen geschnitten haben. Cuts sind hier sehr gut gewählt und gesetzt und bilden einen wichtigen stilistischen Bestandteil des Films. In entscheidenden Szenen wurden hier schnelle und szenenübergreifende Schnitte gewählt, was länger dauernde Rückblenden ersetzt und sich in der Tat als äquivalenter Ersatz dafür behaupten kann.

Insgesamt erkämpft sich Jeff Wadlows fünfter Film unerwartet viele, nämlich
7,5/10, Punkte.

Hier geht’s zur DVD.

Andere Meinungen:

From Beyond (1/10)

Ø 4,25/10

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