Der Sternwanderer
Der junge Dunstan (Ben Barnes, Die Chroniken vonn Narnia: Prinz Kaspian von Narnia) wohnt in Wall, England. Benannt ist die Stadt nach einer riesigen Mauer, die sich hindurchzieht. An einer Öffnung in der Mauer, die der Legende nach das Tor zu einer anderen Welt ist, steht Tag und nach ein Wächter (David Kelley, Charlie und die Schokoladenfabrik). Da Dunstan wissen will, ob die Legende wahr ist, überlistet er den Wächter und gelangt durch die Mauer in eine andere Welt, das Königreich Stormhold. Auf einem Marktplatz begegnet er Una (Kate Magowan), einer Prinzessin, die durch die Hand einer Hexe zur Sklavin wurde. Anschließend kehrt er nach Hause zurück und neun Monate später wird ein Andenken an den kleinen Ausflug vor seiner Tür abgegeben: Una hat ihren Sohn Tristan genannt und beim Wächter an der Mauer für Dunstan abgegeben.
Als Tristan (Charlie Cox) selbst ein junger Mann geworden ist, bemüht er sich ums Herz der schönen Victoria (Sienna Miller), die sich jedoch nur für den reichen Schnösel Humphrey (Henry Cavill) interessiert. Während eines Champagnerpicknicks mit Victoria, sehen Tristan und sie wie eine Sternschnuppe vom Himmel fällt und scheinbar hinter der Mauer landet. Tristan will nun den gefallenen Stern (Claire Danes, Romeo + Julia) aufsammeln gehen und ihn Victoria in einer Woche zum Geburtstag schenken, damit sie ihn heiratet. Schafft er es nicht, wird sie Humphrey zum Mann nehmen.
Der Grund dafür, dass der Stern, Yvaine, gefallen ist, ist der Zusamenprall mit der Halskette des zuvor verstorbenen Königs von Stormhold (Peter O’Toole). Wer den Stein der Halskette greifen kann, der wird der neue König über das Feenreich, weshalb sich die Söhne des Königs aufmachen, um es zu finden. Da das Herz eines Sterns ewiges Leben verleiht, haben die Hexen des Königreichs (u.a. Michelle Pfeiffer) es auf den Stern abgesehen.
Nachdem Tristans Vater (Nathaniel Parker, The Inspector Lynley Mysteries, Die Geistervilla) seinen Sohn über dessen Herkunft aufgeklärt hat, begibt Tristan sich auf die Reise zum Stern, um seine Geliebte heiraten zu können…
…
Das Ende des Films ist vorhersehbar, aber wer erwartet in einer magischen Welt schon etwas anderes als ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende? Die Charaktere kommen erst spät dahinter, jedoch aus Unwissenheit, weshalb man ihnen dies nicht ankreiden kann. Dass Tristan die Bedeutung des Leuchten Yvaines so extrem spät versteht ist allerdings doch etwas dämlich seinerseits.
Die Hexen sind nach einiger Zeit eher nervig und obwohl ihre Zauber für ein paar witzige Stellen sorgen, sind sie [die Zauber] doch relativ schnell ausgelutscht. Einen Aha-Effekt gibt es hierbei nicht.
Einen ganz netten Handlungsstrang bilden die gestorbenen bzw. getöteten Söhne des ehemaligen Königs, also ihre Geister. Andererseits ist ihre ständige Präsenz dann irgendwann etwas too much und man wünscht sich sie hielten endlich die Klappe.
Neben den oben schon genannten Schauspielern ist u.a. zum Beispiel Robert De Niro als Captain Shakespeare im Film unterwegs. Der Kapitain eines Blitze fangenden Luftschiffes mit einer Neigung zur realen Welt und einer noch größeren Vorliebe für Kleider und Corsagen sorgt für einige ustige Momente. Insgesamt ist der Aufenthalt auf dem Schiff also einer der besten Abschnitte des Films.
Die On-Screen-Time Nathaniel Parkers ist leider viel zu kurz, allerdings erforderte seine Rolle auch kein weitläufigeres und längeres Auftreten. Wer den Film sehen weil, weil er den Namen Sienna Miller gelesen hat, wird sie ebenfalls nur einige Minuten auf dem Bildschirm sehen können.
Action hat der Film im Großen und Ganzen keine zu bieten, abgesehen vom Fechttraining bei Captain Shakespeare und dem finalen Kampf gegen die Hexen wobei letzterer relativ kurz geraten ist und sich auf wenige Angriffsmethoden beschränkt. Ansonsten passiert auf diesem Niveau wirklich nicht viel; „abgehen“ tut es hier nicht.
Der Sternwanderer zählt nicht annährend zur Königsklasse des Fantasy-Genres. Sehenswert ist er aber trotzdem, da er gute kurzweilige Unterhaltung bietet.
Insgesamt ist der Ausflug nach Stormhold also eine Überlegung wert und bekommt dafür
7/10 Punkten.
Übrigens: Ich persönlich finde es doch sehr merkwürdig, dass der Name des Hauptdarstellers nicht auf dem Filmposter abgedruckt ist und stattdessen dem guten Namen Robert De Niros weichen musste: anscheinend ein Versuch Publikum zu locken…
Hier geht’s zur DVD.
Andere Meinungen:
KiNGU (8/10)
bullion (8/10)
Kaiser_Soze (7,5/10)
TheRudi (7/10)
Ø 7,5/10









Schade, dann hat der Film bei dir anscheinend nicht so recht gezündet… aber ganz nett ist ja auch besser als nix!
Zum ein Mal gucken fand ich ihn gut, aber nochmal muss ich ihn nicht sehen…
Hm, der steht noch auf meiner Liste
Der Film ist grandios. Ironisch, witzig, kurzweilig, bunt, märchenhaft, knuffig, liebenswert und einfach toll –