Eden Log
Ein Mann (Clovis Cornillac) wacht in einem schlammigen Loch einer unterirdischen Höle auf und leidet unter Amnesie: er hat keine Ahnung wer er ist, wie er heist und wie er in diese Situation gekommen ist. Mit einer Taschenlampe begibt er sich auf den Weg durch ein unterirdisches Tunnelsystem, wobei er auf Leichen und merkwürdige weibliche Hologramme trifft, die von einer Beantragung des Passes von Eden Log reden. Nachdem der Mann ein Drehkreuz passiert und ein Kabel eingestöpselt hat, hört er unheimliche Tierlaute und Knurren und findet einen Toten Techniker, dessen letzte Videoaufzeichnung er sich ansieht.
Nachdem er auf einen zweiten Techniker getroffen ist, der gerade sehr langsam von den Wurzen eines Baumes getötet wird, bricht der Mann zusammen und wacht als Gefangener wieder auf. Er kann sich zwar befreien, aber nun beginnt für ihn der schwierigere Teil des Wettlaufes mit schwarz gekleideten Wachen und hundeartigen mutierten Menschen. Eine weiß gekleidete Botanikerin nimmt den Streuner unerwartet gefangen…
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Die französische Produktion Eden Log ist ein Film in schwarz/weiß, was einige vielleicht abschrecken mag. Dieser Umstand erzeugt aber – zumindest anfangs – eine ganz eigene, düstere und spannende Atmosphäre. Lediglich einige Bilder – eine, parallell zu einer (in schwarz/weiß gezeigten) Gedankensequenz laufende, Handlung wird dem Zuschauer in farbigen Bildrn präsentiert.
Zu Beginn wird also Spannung aufgebaut, die der Film allerdings nicht lange halten kann: schon nach kurzer Zeit ist alles so konfus, dass man sich eigentlich nur noch fragt, wann ds ganze denn nun sein Ende findet. Hierbei hofft man allerdings nicht auf eine intelligente Auflösung, sondern einfach nur auf das Ende des Films.
Die Schizophrenie der Hauptperson, die Verwandlungen, die Vergewaltigungsszene – all das ist zusammenhangslos, ohne plausible Begründung und wird dem Publikum einfach so an den Kopf gedonnert. Alles in allem macht der Film überhaupt keinen Sinn und hat dem entsprechend auch keine Aussage. Der Zusammenhang mit dem Garten Eden, auf den in einem Bibelzitat in der ersten Filmminute noch extra hingewiesen wird, wird absolut nicht deutlich, bleibt verborge und it nicht zu erkennen.
Was es nun mit Menschen, Technikern, Arbeitern, Bäumen, Wurzeln, dem Gewächshaus, Forschung, den unterirdischen Stollen und der Energiegewinnung auf sich hat, liegt auch nach dem Film noch im Dunkeln. Dafür weiß das Publikum schon früh wer der durch die Gänge irrende Mann ist und das macht den Streifen nicht gerade spannender.
Der Grund den Film anzusehen war die Aussage, dass er genretechnisch in die Richtung von “Silent Hill” ginge; wohl aber nur wegen der komischen Kreaturen (mutierte Menschen), die teilweise eine ähnliche Gangart haben. Das war es dann aber auch mit den Parallellen zwischen den beiden Filmen (wobei ich Silent Hill immer vorziehen würde).
Eden Log macht also nur ganz zu Anfang mit seiner sehr eigenen und fesselnden Atmosphäre den Eindruck, am Ende zu überzeugen. Leider verfliegt dieser Eindruck mit der sinkenden düsteren Stimmung und hat sich am Ende verflüchtigt. Für die Bewertung bleibt als positiv zu erwähnen also nur noch der gute Start des Films, wofür er
3/10 Punkten
bekommt.









Ich glaube ich werde dennoch einmal reinschauen. Die Prämisse klingt einfach zu faszinierend.