Transporter 3 (2008)

Transporter 3

Frank Martin (Jason Statham) ist zum dritten Mal zurück und er hängt immernoch an seinem Wagen – dieses Mal allerdings gezwungener Maßen, denn für den Transport, den er für den Bösewicht Mr. Johnson (Robert Knepper) ausführen soll, hat man ihm nicht nur die Ukrainerin Valentina (Natalya Rudakova), sondern auch ein explosives Armband aufgehalst…

Der dritte Teil der Transporter-Reihe hat sich – wer hätte es gedacht – vorgenommen, die beiden Vorgängerteile in puncto Action und Explosionen zu übertrumpfen, was ihm auch gelingt. Dass die Story dabei zu kurz kommt und sich ziemlich einfach in einem Satz zusammenfassen lässt, ist also wenig verwunderlich. Ein bisschen mehr Sinn hätte sie dann doch haben können, aber daran kann man nun ja nichts mehr machen. Sie ist vorhersehbar und dafür, dass Frank nichts weiß, ist der Zuschauer von Anfang an zu gut informiert.

Der Bösewicht, gespielt von Robert Knepper, erinnert etwas an Dominic Greene, den Gegenspieler James Bonds in Ein Quantum Trost. Es geht ums aktuelle und globale Thema des Umweltschutzes und der Drahtzieher handelt eigentlich auch nur im Auftrag für den Höchstbietenden; sucht sich hierzu die einfachste, unauffälligste und friedvollste Methode aus.

Die Action ist – wie gesagt – super: Verfolgungsjagden mit Autos, einem Fahrrad, einem Zug und auch zu Fuß kann der Zuschauer hier bestaunen und an mancher Stelle fliegt irgendetwas in die Luft. Am erwähnenswertesten sind natürlich die Kampfszenen, die von Corey Yuen choreographiert wurden. Yuen übernahm diesen Part auch schon in Transporter II – The Mission und vielen Filmen mit Jet Li (z.B. Kiss of the Dragon, Born 2 Die, WAR oder The One). Die Fights sind wirklich klasse, aber aus den ersten zwei Teilen ist man schon so viel gewohnt, dass sich eine gewisse Routine eingeschlichen hat. Das Spektakuläre Entrinnen vorm Ertrinken in einem Stausee ist da schon etwas innovativer.

Was die Autostunts angeht, gibt es hier auch wenig neues zu sehen. An zwei Stellen denkt man sich noch: „Jetzt kommt eine Anspielung auf den Sprung von der Brücke am Anfang von Teil eins…“ und dann… nichts! Keine stylischen Brückensprünge, sondern einfach nur Durchfahren durchs Geländer und fertig. Wie ein Auto in einen fahrenden Zug fährt, hat Angelina Jolie uns in WANTED schon gezeigt und ist damit auch nichts Neues. Dafür beweist Jason Statham hier, dass er nicht nur Auto, sondern auch Fahrrad fahren kann ;) .

Er spielt Frank routiniert, cool und unerschütterlich. Obwohl, naja, ein bisschen erschütterlich irgenwie schon, denn obwohl sein Charakter hier nicht zum Weichling mutiert, entdeckt er doch seine „romantische Ader“, wie Inspector Tarconi (François Berléand) es formuliert. Das ist doch etwas merkwürdig und passt nicht zum Transporter, wofür Jason Statham allerdings nichts kann: hierfür ist dann doch eher das Drehbuch zur Verantwortung zu ziehen.

Was die Newcomerin Natalya Rudakova angeht, ist auch nichts zu meckern und nichts in den Himmel zu loben. Schauspielerische Höchstleistungen werden hier ja ber sowieso keinem abverlangt. Sie kann so tun als sei sie high und voll aber das kann ja fast jeder. Für die Männer ist sie also der Ausgleich dafür, dass ihre Parterinnen alle den muskulösen Ex-Turmspringer sehen wollen; quasi Dekoration auf dem Beifahrersitz.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen liegt hier ein Schwerpunkt auf Jason Stathams durch( und durch) trainiertem Körper. War das ausziehen eines Kleidungsstückes, um damit einen Gegner bewegungsunfähig zu machen und zusammenzubinden noch ein kleines Highlight, passiert es im dritten Teil ständig: mit Sakko, Krawatte und Hemd. Alles wird ausgezogen: zum gleichen Zweck. Außerdem vertritt Natalya Rudakova als Valentina alle diejenigen Frauen, die sabbernd vor Stathams Körper in den ersten Teilen gesessen haben und reagiert genauso; will ihren sexy Chauffeur strippen sehen.

Unterhalten hat der Film aber auf jeden Fall: trotz Logiklöchern in der Story und bekannten Stunts und Kampftechniken. Die Story ist hier sowieso nebensächlich, damit muss man einfach schon vorher rechnen. Und die Stunts sind zwar bekannt, dafür aber ganau so bewährt. Zwischendurch denkt man sich dann mal „Och, nö…“, aber es gibt auch was zum Schmunzeln und für die Action braucht man seinen Kopf ja eh nicht – von Augen und Ohren mal abgesehen… :D;)

Transporter 3 ist relativ solide – mehr aber auch nicht. Actionfreunde kommen auf ihre Kosten und können den Kopf dabei getrost abschalten. Der erste Teil der Reihe bleibt der beste, den dritten kann man sich mit
6,5/10 Punkten

aber auch noch geben.

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Andere Meinungen:

KiNGU (6/10)
at the movies (6/10)
Kaltduscher (6,5/10)
Konna (8/10)
C.H. (5/10)
khitos (2/10)

Ø 5,7/10

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