Gerade habe ich auf MoviezKult gelesen, dass Sylvester Stallones „The Expendables“ (Genre: Söldner-Action) kommt und bei iMDb habe ich dann gesehen, dass der Streifen 2010 fertig sein soll. Bis 2010 ist es leider noch ein Weilchen hin, aber man kann sich ja schonmal drauf freuen
. Gründe hierfür sind u.a. Jason Statham, Jet Li, Forest Whitaker, Mickey Rourke, Dolph Lundgren und Randy Couture, die allesamt schon für den Film unterschrieben haben.
Archiv für Januar 2009
Just Noticed: The Expendables (2010)
Veröffentlicht 7. Januar 2009 Aktuell , Kino Hinterlasse einen KommentarTags:Dolph Lundgren, Forest Whitaker, Jason Statham, Jet Li, Mickey Rourke, Randy Couture, Sylvester Stallone
Hard Candy (2005)
Veröffentlicht 6. Januar 2009 Film , Reviews 2 KommentareTags:Ellen Page, Gilbert John, Hard Candy, Odessa Rae, Patrick Wilson, Sandra Oh
Hard Candy

Die 14-jährige Hayley (Ellen Page, Juno) chattet ein paar Wochen lang mit dem mehr als doppelt so alten Fotografen Jeff Kohlver (Patrick Wilson, Waltchmen), bis sie sich spontan zu einem Treffen entschließen. In einem Café unterhalten sich die beiden und als Jeff erzählt, er habe einen Konzertmitschnitt von Hayleys Lieblingsband zu Hause, schlägt sie vor, ihn in sein Haus zu begleiten. Das Mädchen verhält sich sehr aufreizend und in Jeffs Küche mischt die den beiden erstmal ein paar Skrew Drivers, weil ihr alles andere zu langweilig ist.
Sie schaut sich das kleine Fotostudio und die vielen Bilder ab den Wänden an: allesamt von minderjährigen Models. Hayley fängt an, den Fotografen auszuquetschen; will wissen, ob er schonmal verliebt war, einsam ist und mit wie vielen seiner Models er schon geschlafen hat. Offensichtlich hält sie Jeff für einen Pädophilen. Sie überredet ihn, Fotos von ihr zu machen, aber als sie anfängt, auf dem Sofa für ihn zu strippen, geht Jeff desorientiert zu Boden. Als er aufwacht, ist er gefesselt und seine Chat-Bekanntschaft beginnt mit ihrem Psycho-Spiel…
…
Es ist wirklich erstaunlich, dass eine 18-Jährige es schafft, ein vier Jahre jüngeres Mädchen so glaubhaft zu verkörpern. Aber auch sonst zeigt Ellen Page, dass sie über viel schauspielerisches Talent verfügt: sie wechselt von einer gespielten Gefühlslage in die nächste, verknüpft jämmerliches Weinen mit hysterischem Lachen in einem flüssigen Übergang und strahlt eine enorme psychische Überlegenheit aus.
Überhaupt spielt der Psychoterror hier eine bedeutende Rolle und kann vorangegangene Filme auf diesem Gebebiet souverän in den Schatten stellen. Das liegt daran, dass die bedrängende Stimmung auf den Zuschauer überschlägt, der keine Ahnung hat, was er von wem halten soll. Das ist wirklich ein ungewöhnlicher Zustand, wenn man bedenkt, dass in Hard Candy neben den beiden Hauptdarstellern gerade einmal drei weitere Schauspieler zu sehen sind (allerdings jeweils für höchstens ein paar Minuten). Die drei anderen Personen sind der Verkäufer im Café (Gilbert John), Jeffs Nachbarin (Sandra Oh, Grey’s Anatomy) und Jeffs Ex-Freundin Janelle (Odessa Rae).
Der Zuschauer ist zwischen den beiden Hauptpersonen hin- und hergerissen und weiß, wenn es darum geht Partei zu ergreifen, nicht, auf welche Seite er sich stellen soll. Mitleid, Schuld, Mitschuld, Pädophilie, Mörder, Täter, Opfer: zwischen all dem muss das Publikum abwägen, entscheiden was wahr und was gelogen ist. Insgesamt ergibt sich hierdurch ein eher undurchsichtiges Gespinst, dass jedoch nicht verwirrt, was auch an den wenigen wichtigen Personen liegt. Diese Undurchsichtigkeit wird auch durch die schauspielerische Leistung Patrick Wilsons erzielt, der es dem Publikum wirklich nicht leicht macht.
Einige unlogische Stellen hat der Film auf jeden Fall zu ieten, fragt man sich doch immer wieder nach dem „Wie?“, wenn die 14-jährige den ausgewachsenen Mann irgendwo draufgesetzt/-legt, festgebunden oder aufgerichtet hat. Allerdings fallen diese Umstände nicht all zu stark ins Gewicht, weil die Dichte des Films eher wenig Raum fürs Herumphilisophieren in diese Richtung bietet.
Nun zum Titel, er hat nämlich einen Sinn: Hard Candy bedeutet im Szene-Jargon so viel wie „ein sich sexuell aufreizend verhaltendes minderjähriges Mädchen“, bezieht sich also auf Hayleys verhalten. Zwar ist dieser Sinn für den durchschnittlichen Kinogänger nur schwer zu erahnen, gut gewählt ist der Titel aber dennoch. Nur der deutsche Untertitel „Du stirbst, Du stirbst nicht, Du stirbst, Du stirbst nicht…“ ist ziemlich blöd.
Die Moral von der Geschicht ist selbstverständlich nur in Teilstücken moralisch Vertretbar, denn Selbstjustiz ist bekanntlich nichts positives und sollte deshalb nicht verherrlicht werden. Gegen das grundsätzliche Bestrafen von (aggressiven) Pädophilen hingegen ist nichts einzuwenden – allerdings sollte dieses vom Staat ausgehen. Auch über die angesprochene Frage nach Schuld und das Schieben eben dieser auf die Kinder/Mädchen, weil sie es angeblich selbst wollen, geil machen – Hard Candy sind – sollte man sich einmal stellen.
Der Film verdient sich mit seinem hervorstechenden Psychoterror
8/10 Punkten.
Den Psychoterror gibt es natürlich auch auf DVD.
Andere Meinungen:
From Beyond (8/10)
Ø 8/10
Kung Fu Panda (2008)
Veröffentlicht 4. Januar 2009 Film , Reviews Hinterlasse einen KommentarTags:Angelina Jolie, Jack Black, Jackie Chan, Kung Fu Panda, Lucy Liu
Kung Fu Panda

Panda Po ist ein riesen Kung Fu-Fan, weiß so einiges über die Geschichte dieser Kampfkunst und Accessoires wie Actionfiguren der „Furiosen Fünf“ schmücken sein Zimmer. Die Furiosen Fünf (Tigress, Viper, Monkey, Crane & Mantis) sind Kung Fu-Meister, die im Jade-Palast von Meister Shifu ausgebildet wurden. Altmeister Oogway hat eineVision, in der der böse Kung Fu-Meister Tai Lung aus dem Gefängnis ausbricht, um an den Bewohnern des Jade-Palastes Rache zu üben, weil Oogway ihn ins Gefängnis gebracht hatte. Der einzige, der Tai Lung bezwingen kann, ist der Drachenkrieger, der allerdings ersteinmal ausgewählt werden muss.
Der dicke, tollpatschige Po arbeitet als Kellner im Nudel-Restaurant seines Vaters und soll deshalb bei dem Großevent der Auswahl des Drachenkriegers Nudelsuppe verkaufen. Eine/r der Furiosen Fünf soll der Drachenkrieger werden und so die Macht gewinnen, den bösen Meister zu bekämpfen. Doch durch einen blöden Zufall wählt Oogway stattdessen Po aus, der nun von Meister Shifu zum Drachenkrieger ausgebildet werden soll…
…
Dass der diesjährige DreamWors-Streich Kung Fu Panda hinter seinem direkten Konkurrenten WALL•E aus dem Hause Disney-Pixar zurückbleibt, was von vornherein zu erwarten, aber der Abstand fällt letztendlich doch sehr deutlich aus. Auch wenn das Animationsstudio sich auf animationstechnischer Ebene verbessert hat, konnte die Animation mich nicht vom Hocker hauen – geschweige denn überzeugen. Mit der Art, in der die Tiere animiert wurden, und vor allen Dingen mit den leuchtend gelben/orangenen Augen kann ich mich einfach nicht anfreunden. Folglich erntet keins der Kung Fu-Tiere Sympathie und damit fehlt der Basis des Films ein großes Stück. Die Landschaft ist ganz in Ordnung animiert, d.h. gut, aber nicht so, dass sie im Gedächnis bleibt. Die Ausnahme bilden hierbei nur die fliegenden Blätter von Pfirsich-/Kirschbäumen. Der Anfang des Films – Pos Traum – ist nicht animiert, sondern eine chinesisch angehauchte Zeichentricksequenz, die recht passend ist und anschließend auch nich kurz in den animieten Teil einfließt.
Die Story ist keine besonders Innovative und die Aussage „Wenn du nur daran glaubst, erfüllt sich das, was gar nicht zutrifft, am Ende doch.“ ist so-lala. Andere zu blenden und vor allen Dingen sich selbst etwas einzureden ist ja nicht immer so positiv wie in diesem Film. Auch der Rest der Handlung ist eigentlich kiaum erwähnenswert, weil sich darin nichts besonders hervorstechendes findet. Charaktertiefe soll geschaffen werden, ganz so überzeugend ist das den Machern allerdings nicht gelungen. Kung Fu Panda ist also nicht besonders ausdrucksstark und eher langweilig.
Dass der „dicke, fette Panda“ im Handumdrehen – quasi über Nacht – zum Kung Fu-Meister wird, ist viel mehr als nur unglaubwürdig. Der finale Testkampf, in dem Meister Shifu Pos erlernte Kampfkünste abschließend testet, kann dem Publikum ein paar Schnunzler entlocken, ist dann aber auch nicht mehr als ganz nett.
Kung Fu Panda ist in erster Linie ein Film für die kleinen, bei dem es verständlich ist, wenn Eltern sich nicht ums Mitgucken reißen. Durch das Aufgebot von Superstars, die in der Originalversion als Synchronsprecher verpflichtet wurden (z.B. Angelina Jolie, Jackie Chan, …), wurde der Film schon im Voraus übermütig und unverdient in den Himmel gehyped. Das hat es ihn noch schwerer gemacht, dieErwartungen zu erfüllen und macht die Enttäuschung über einen äußerst mittelmäßigen Film noch größer.
Die Pixar Animation Studios haben die ganz großen Glanzpunkte und Meilensteine auf dem Gebiet des Animationsfilms einfach gepachtet – schließlich brachten sie diese Sparte 1996 mit Toy Story als erstes Studio zum boomen. Dem entsprechend hat auch in diesem Jahr die Disney-Pixar-Produktion (WALL•E) wieder die Nase vorn – sehr weit vorn. Sogar der 10 Jahre alte Das große Krabbeln kann diesen aktuellen Film recht souverän toppen.
Wozu Kung Fu-Panda in den DVD-Player einlegen? Da kann man sich statt dieses Animationsfilms genau so gut (bzw. besser) einen typischen älteren Jackie Chan anschauen, der auch das Muster „neuer Schüler, der nichts kann wird von gutem Meister so lange gequält, bis er ein super Kämpfer ist, anschließend besiegt der Schüler den bösen Meister und der gute Meister ist stölz auf den Schüler“ verfolgt. Kung Fu Panda erkämpft sich also nicht mehr als
6/10 Punkten.
Du willst Dir den dicken Panda auf DVD in deine Sammlung stellen? Dann klick hier!!
Andere Meinungen:
Grammaton Cleric (4/10)
KiNGU (6/10)
at the movies (6/10)
Dominik (7/10)
The_Duke (8/10)
khitos (8/10)
Kaiser_Soze (keine Bewertung in Punkten)
Ø 6,4/10
Death Race (2008)
Veröffentlicht 3. Januar 2009 2008 , Archiv , Film , Kino , Reviews Hinterlasse einen KommentarTags:2008, Death Race, Frederick Koehler, Ian McShane, Jacob Vargas, Jason Statham, Joan Allen, Max Ryan, Tyrese Gibson
Death Race

Weil das Betreiben von Gefängnissen dem Staat zu teuer geworden ist, wurden alle diese Einrichtungen an Privatleute abgetreten, die sie gewinnbringend nutzen. Die Schlimmsten der schlimmen Verbrecher werden nach Terminal Island gebracht, ein Gefängnis im Besitz von Warden Hennessey (Joan Allen, Die Bourne Verschwörung, Pleasentville, Face/Off). Die Gefängnisdirektorin hat – nachdem einfache Kämpfe keine befriedigenden Einschaltquoten mehr brachten – Death Race ins Leben gerufen. Bei diesem Autorennen fahren die Insassen um ihre Freiheit: wer fünf Rennen für sich entschieden hat, kommt frei.
Der viermalige Sieger „Frankenstein“ hat beim letzten Rennen das Zeitlche gesegnet und daher lässt Hennessey dem ehemaligen Renn fahrer Jensen Ames (Jason Statham, Transporter, Crank) den Mord an dessen Ehefrau anhängen, um ihn in ihr Etablissement zu bekommen, Ames soll Frankenstein ersetzen und um seine Freiheit fahren. Hierbei steht ihm Frankensteins Team bestehend aus Coach (Ian McShane, Scoop – Der Knüller), Lists (Frederick Koehler) und Gunner (Jacob Vargas, Traffic – Die Macht des Kartells) zur Seite. Das ist auch bitter nötig, denn mit 14K (Robin Shou), Pachenko (Max Ryan) und allen voran Frankensteins Erzrivalen Machine Gun Joe (Tyrese Gibson, 2 Fast 2 Furious) hat er einige zähe Gegner in gut gepanzerten Kisten mit ordentlich Wumms…
…
Die Handlung von Death Race ist zwar nicht komplett irrelevant, aber sehr nebensächlich. In erster Linie geht es um das Rennen, die Fahrer und die Autos. In der Tat wird dem Zuschauer während der einzelnen Rennetappen mit viel Action, Stunts und Spielereien rund um die Autos gefüttert. Der rasante Einstieg in den Film, der Frankensteins letztes Rennen zeigt, gibt also von Anfang an den Ton an. Special Effects und das Rennenan können also souverän punkten.
Schauspielerische Glanzleistungen sind hier natürlich weder zu suchen, noch zu finden. Jason Statham haut – wie immer – ordentlich auf den Putz unt tritt – wie als Transporter – aufs Gas. Seine Mitfahrerin ist unwichtig, Joan Allen spielt die Gefängnisdirektorin so uunsympathisch wie möglich, aber nicht gerade überwältigend gut. Tyrese Gibson kennen wir auch schon als Fahrer – aus 2 Fast 2 Furious. In Death Race ist sein Charakter, Machine Gun Joe, nicht mit persönlichen Hintergründen behaftet und daher hat auch er nicht viel zu schauspielern.
Das Kernelement des Storytwists fand ich relativ vorhersehbar, allerdings ging das nur mir so; unterhaltsam fand ich es aber dennoch. Auch das Ende war dann auf den letzten Metern schon mehr als nur zu erahnen (auch hier war ich die Einzige, die dieser Meinung war), das sollte man also nicht unbedingt verallgemeiner, sondern lediglich den Unterhaltungswert vermerken.
Das Death Race dient zur Bereicherung der Gefängnisdirektorin und der einzige Weg dieses Ziel zu erreichen ist Entertainment. Damit ist die Aufgabe des Films die selbe: den Zuschauer unterhalten. Und diese Anforderung kann Death Race meistern – sogar sehr gut und dafür verdient er sich
7/10 Punkten.
Sicher Dir den Film hier auf DVD!!
Review-Rückstand
Veröffentlicht 2. Januar 2009 Coming up! , Misc 2 KommentareTags:Death Race, Ellen Page, Hard Candy, Jason Statham, Joan Allen, Keinohrhasen, Nora Tschirner, Til Schweiger, Tyrese Gibson
Momentan befinde ich mich mit dem Schreiben im Rückstand, wollt euch aber trotzdem schonmal auf das vorbereiten, was demnächst noch kommt:
Death Race (7/10)
Hard Candy (8,5/10)
Keinohrhasen (9/10)

Funny Games U.S. (2007)
Veröffentlicht 1. Januar 2009 Film , Reviews 4 KommentareTags:2007, Brady Corbet, Devon Gearhart, Funny Games, Michael Pitt, Naomi Watts, Tim Roth, U.S.
Funny Games U.S.

Die Eltern Ann (Naomi Watts, Tödliche Versprechen, The Ring) und George (Tim Roth, Pulp Fiction, Reservoir Dogs) fahren mit ihrem Sohn Georgie (Devon Gearhart) für ein bis zwei Wochen in ihr Ferienhaus. Es befindet sich in einer um einen See gelegenen Feriensiedlung voll mit großen Anwesen gut betuchter Leute. Schon als sie ankommen, fällt ihnen das merkwürdige Verhalten ihrer Nachbarn auf, die mit zwei fremden jungen Männern im Garten stehen. Peter (Brady Corbet), einer der beiden jungen Männer, hilft gemeinsam mit dem Nachbarn beim Zu-Wasser-Lassen des Bootes der Familie. Während Vater und Sohn das Segelboot klar machen, kommt Peter wieder und bittet Ann um vier Eier. Die fallen ihm jedoch auf den Boden und er bekommt vier neue. Plötzlich kommt auch der zweite junge Mann, Paul (Michael Pitt, Mord nach Plan) dazu, ein Streit bricht vom Zaun und eskaliert in einem Beinbruch Georges.
Die beiden Psychopathen Peter und Paul beginnen nun mit ihrem Spiel: sie wetten, dass die Familie innerhalb der nächsten 12 Stunden des Zeitliche segnet und die Opfer sollen dagegenhalten…
…
Funny Games U.S. ist vor allen Dingen eins: langweilig und absolut sinnlos. Der Film hat nicht die Spur einer Aussage, da es ledigich ums Töten zur Belustigung geht. Stellenweise passiert nichts und man kann es niemandem verübeln, sollte er in einer dieser Passagen wegdösen oder einschlafen.
In diesem Film findet sich keine schauspielerischen Leistung und bei Michael Pitt und Brady Corbet sucht man sogar das schauspielerische Talent vergebens. Die beiden wurden gecastet, um psychopathisch auszusehen – das tun sie und dafür müssen sie sich nciht anstrengen oder verstellen. Das Problem dabei ist, dass alles von Anfang an klar ist. Außerdem kann ich persönlich mit dieser Art von Psychopathen nicht wirklich etwas anfangen: sie machen es nicht spannend und weil der Ausgang der Geschichte durch ihre Neigungen sowieso klar ist, wird noch mehr Wind aus den Segeln genommen, was für einen Psychothriller absolut tödlich ist.
Als Stilmittel benutzt Autor und Regisseur Michael Hanecke unter anderem die direkte Kommunikation Pauls mit dem Zuschauer: er lässt seinen Protagonisten in die Kamera blicken und das Publikum direkt ansprechen. Das ist allerdings absolut deplatziert, denn es widerspricht der instabilen Luftblase, in der die Psychopathen ihre Funny Games spielen zu 100 Prozent. Die dafür benötigte Abgeschiedenheit und die Abwesenheit anderer Personen als der Opfer lassen sich nicht mit diesen Anspracheeinlagen vereinbaren.
Wer Michael Pitt sehen will, der sollte lieber zu Mord nach Plan greifen, denn Funny Games U.S. schafft es gerade einmal auf
3,5/10 Punkten.
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Du bist anderer Meinung oder willst dir deine eigene Meinung bilden? Dann geht’s hier zu DVD.
Unleashed – Entfesselt (2005)
Veröffentlicht 1. Januar 2009 Film , Reviews 1 KommentarTags:Bob Hoskins, Danny, Jet Li, Kerry Condon, Morgan Freeman, Vincent Regan, Yuen Wo Ping
Unleashed – Entfesselt

Danny (Jet Li, WAR, Die Mumie 3) wird von seinem „Onkel“ Bart (Bob Hoskins, Manhatten Love Story) gehalten wie ein Tier – genauer gesagt wie ein Hund: er trägt Lumpen und ein Halsband, wohnt in einem Käfig und isst ohne Besteck aus der Dose. Er wirkt abwesend und zurückgeblieben, denn wenn er das Halsband trägt, ist er der stille und gefügige Untertan seines Herrchens. Nimmt dieser ihm jedoch das Halsband ab, wird Danny zur Killermaschine und mäht jeden nieder, der sich ihm in den Weg stellt.
Sein Onkel hat ihn über 30 Jahre lang dahingehend abgerichtet und trainiert, um ihn in seinem Unternehmen von Geldeintreibern benutzen zu können. Bart lässt Danny die Arbeit machen und vergnügt sich jeden Abend mit einer neuen Nutte. Danny wird wie Dreck behandelt und nur zum Arbeiten aus seiner Gefangenschaft befreit. Auch die beiden nähesten Angestellten Barts, Raffles (Vincen Regan, 300) und Georgie (Tamer Hassan, Layer Cake, Tödliche Versprechen), behandeln ihn wie einen Hund und lassen ihm gerne den Vortritt, wenn es brutal wird. In seiner – im Boden eingelassenen – Zelle hat Danny nichts außer einem Boxsack, einer Decke, einem Teddybären und einem ABC-Kinderbuch.
In diesem Buch, das Danny oft durchbättert ist u.a. ein Klavier abgebildet, dass den Mann fasziniert. Als die Gruppe um Bart einen Auftrag in einem Antiquitätengeschäft durchzieht, muss Danny in einem Raum voller Klaviere auf seinen Auftritt warten und trifft dort auf den blinden Klavierstimmer Sam (Morgan Freeman, WANTED, Sieben). Letzterer bittet ihn, ihm bei seiner Arbeit zu helfen, doch als Danny von seinem Herrchen gerufen wird, gehorcht er und verschwindet.
Nach einem Anschlag auf den engsten Kreis der Organisation – Bart, Danny, Raffles und Georgie – flieht Danny, der sich als Einziger noch rühren kann, und wartet bei den Klavieren im Antiquitätenlager auf Sam. Als der Blinde ankommt, bricht Danny in Folge seiner Verletzung zusammen und Sam nimmt ihn mit nach Hause, um ihn dort aufzupeppeln. Danny wacht bei Sam und dessen Tochter Victoria (Kerry Condon) auf und wird von den beiden bekocht und auf die Beine gebracht. In der netten kleinen Familie bekommt Danny die schönen Seiten des Lebens gezeigt und wird ein neuer Mensch. Leider läuft er eines Tages Raffles über den Weg, der ihn zurück zu Bart schleift und ihm droht, Sam und Victoria etwas anzutun, sollte Danny nicht kooperieren…
…
Wer Jet Li unterstellt, er könne nur kämpfen, dafür aber nicht schauspielern, der wird in Unleashed – Entfesselt eines Besseren belehrt. Insofern ist der deutsche Titel etwas fehlleitend: bei „entfesselt“ denkt man sofort an „drauf losgelassen/-gehetzt“, böse Absichten und Zerstörungswut des Entfesselten und sehr viel Hau-Drauf-Action. Darum geht es in diesem Film allerdings nicht schwerpunktmäßig. Der Originaltitel Danny the Dog ist meiner Meinung nach der passendere, denn der Film beschäftigt sich in erster Linie mit der Person, dem Charakter Danny und dessen Entwicklung. Jet Li spielt diesen Wandel unerwartet eindrucksvoll, emotional und ergreifend.
Danny wurde von seinem „Herrchen“ Jahrzehnte lang gdrillt, was ihm nicht ermöglicht hat, eine normale Persönlichkeit aufzubauen, die (Außen)welt zu sehen, eine normale Entwicklung durchzumachen und Wissen anzuhäufen. Er ist also teilweise mit einem kleinen Kind zu vergleichen; z.B. wenn er – bewacht von seinem Teddybären – schlafen geht, das ABC-Bilderbuch durchblättert oder im Auto versucht, möglichst viele visuelle Eindrücke seiner Umgebung aufzuschnappen. Jet Li mimt hier einen sehr liebenswerten Menschen, der – trotz seines Aufwachsens in Gefangenschaft – für andere empfindet und damit soziales Verhalten zeigt. Wenn Danny den gerissenen Boxsack verarztet, anstatt sich um seine eigene Wunde zu kümmern, nachdem der in Strömen auslaufende Sand ihn so traurig gemacht hat, ist das sehr ergreifend.
Wer nun befürchtet, Action habe in diesem Film keinen Platz gefunden, den kann ich beruhigen. Zwar wird Action dem Zuschauer hier nicht stetig geboten, die Stellen, an denen Action konzentriert präsentiert wird, sind aber sehr gut choreographiert (Zuständig hierfür war Yuen Wo Ping, der auch in der Kill Bill- sowie der Matrix-Reihe und in The Forbidden Kingdom für die richtige Choreographie sorgte). Besonders einprägsam ist hierbei ein Kampf zwischen Danny und einem anderen Mann, der sich teilweise in einer Toilettenzelle von ca. 2 m² abspielt.
Morgan Freeman ist eine super Besetzung für den blinden Klavierstimmer, der Danny in seine Familie aufnimmt ohne Fragen zu stellen und auch Sams Tochter hat mit Kerry Condon eine passende Verkörperung gefunden. Die beiden sind diejenigen, die Danny neue Worte beibringen, ihm zeigen wie man kocht und was Melonen, Vanille und Eis sind. Hierbei ergeben sich einige witzige Szenen. Bob Hoskins gibt ebenfalls eine gute Vorstellung ab und spielt den Geldeintreiber Bart als harten, brutalen und gierigen Knochen, für den Danny die Bestätigung seines Drill-Projekts darstellt. Den widerwärtigen Gangster ohne Skrupel und gewöhnliche Gefühle, dafür aber mit einem verschobenen Weltbild, nimmt man ihm ohne Murren und Knurren ab.
Wer – neben den Schauspielern – auch ganze Arbeit geleistet hat, sind Kameraleute und Cutter; Kamerafahrten, -einstellungen und -führung sind sehr gut und wurden in der Nachbearbeitung sehr schön zusammengeschnitten, sodass sich einige ansprechende Szenenübergänge im Film widerfinden, die im Kopf des Zuschauers hängenbleiben. An Kamerafahrten sind vor allen Dingen diejenigen um das unterm Klavier spielende Kind (real) und die letzte durch das Zimmer und den Flügel (teils animiert) zu erwähnen.
Musik spielt in Unleashed ebenfalls eine große Rolle, denn der Film dreht sich um einige Pianisten, den Beruf Sams und Danny Faszination für das Tasteninstrument. Der Zuschauer bekommt zwischenzeitlich also – als Zuhörer – etwas auf die Ohren. Hierbei handelt es sich um klassische Stücke, die der/die eine oder andere Pianist/in unter euch eventuell auch selbst schon gespielt hat. Den Soundtrack zum Film steuerte Massive Attack bei. Meist eher elektronisch gehalten, bieten diese Songs das Gegengewicht zur Komponente der Tasteninstrumente, in manchen Stücken kommt es auch vor, dass sich beide Komponenten mischen.
Insgesamt ist Unleashed – Entfesselt ein toller Film, der die Anforderungen und Erwatungen an einen Jet Li-Actioner deutlich zu übertreffen weiß. Unerwartet viel Herz und Tiefgang verbinden sich hier mit stylish choreographierten Kampfpassagen und Jet Li zeigt der Welt, dass er nicht nur ein Kampfkünstler, sondern auch ein guter Schauspieler ist. Für diejenigen die sich für gewöhnlich von Jet Li-Filmen distancieren, weil sie mit Martial Arts nichts anfangen können, ist dieser Streifen durch die Schwerpunktverlagerung also durchaus eine Überlegung wert. Unleashed – Entfesselt hat sich somit
9/10 Punkten erkämpft.
Dieser Film hat sich wirklich einen Platz in jeder DVD-Sammlung verdient. Du hast ihn noch nicht im Regal stehen? Das kannst Du hier ändern!!
Das Jahr 2008: Tops und Flops
Veröffentlicht 1. Januar 2009 2008 , Archiv , Kino Hinterlasse einen KommentarInsgesamt habe ich in diesem Jahr ziemlich viel Mist gesehen – gute Filme musste man manchmal mit der Lupe suchen und wochenlang regten keine Neustarts zum Kinogang an, aber ein paar Perlen gab es dann doch noch. Im Kino hielt sich der Schrott zum Glück in Grenzen (da freut sich das Portemannaie!), aber auf DVD gab es wirklich einigen Schund zu sehen…
Hier also meine persönlichen Film-Charts fürs vergangene (Kino)Jahr:
Kino – Tops:
- WALL•E
- Brügge sehen… und sterben?
- John Rambo
- The Dark Knight
- Tödliche Versprechen – Eastern Promises
Kino – Flops:
DVD – Tops:
- Ben X
- Keinohrhasen
- Unleashed – Entfesselt
- Ratatouille
- Das Waisenhaus
DVD – Flops:









Senf-Dazugeber: