Archiv für Februar 2009

Population 436 (2006)

Gestern Abend wollte ich eigentlich einen guten Film gucken und anschließend gemütlich schlafen. Schade, dass Population 436 diesen (doch eher niedrigen) Ansprüchen nicht gerecht werden konnte.

Der Film war nicht gut, sondern so langweilig, dass ich schon dabei schlafen wollte. Keine erkennbare Aussage, keine Handlung und vor allen Dingen nicht ein Anflug von Spannung. Eine Zeit lang dachte ich mir noch: “Irgendwann muss es ja noch besser werden…”, aber nach endlos scheinendem Warten, habe ich dann doch einfach bis zum Ende vorgespult und war froh, den Mittelteil übersprungen zu haben.

Population 436 erhält also (da ich ihn nicht ganz gesehen habe)
?/10 Punkten.

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Resident Evil: Degeneration (2008)

Die Animation von Resident Evil: Degeneration ist sehr gut und ansprechend. Lediglich die Gesichter sehen nach Plastik aus, aber da kein Mensch von einer derartigen Verfilmung den Einsatz von Subsurface Scattering erwartet, geht das in Ordnung. Was hingegen gar nicht geht, ist die Abwesenheit von Monstern und – vor allen Dingen – einer Vielzahl verschiedener mutierter Monster mit unerwarteten Features. Der Film hat gerade einmal zwei verschiedene Arten von Gegnern zu bieten: Zombies und ein Übermonster. Einfach nur Zombies, ohne überraschende Mutanten, sind nunmal langweilig und so ungeheuer spektakulär ist das Riesen-Ungeheuer dann auch nicht.

Die Story an sich kann im Prinzip überzeugen, aber es wird viel zu wenig geballert und es gibt keine Schockmomente, was für mehr Nähe zum Spiel auf jeden Fall notwendig gewesen wäre. Gerade durch die Animation standen den Machern enorm viele Mittel zur Verfügung, die den Film – im Vergleich zu einer entsprechenden Real-Verfilmung – hätten glämzen lassen können. Leider blieben diese Möglichkeiten ungenutzt und die Fortsetzung des Spiels Resident Evil 4 bleibt auf der Strecke.

Der daraus bekannte Leon sieht zwar gut aus (bis auf die Frisur), aber ansonsten bleibt er eher blass und kann nichts rausreißen. Wirklich schade, dass die Animateure diese Möglichkeit nicht ausreuchend genutzt haben und so ein Film entstand, der sich nicht im Ansatz gegen die Real-Verfilmungen der Spiel-Reihe um die Umbrella-Corporation behaupten kann. Deshalb bekommt er auch nur
5/10 Punkten.

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Bourne meets Boss

Zufallsfund aus der aktuellen TV-Werbung: ein Parfum trifft auf einen Schauspieler und die wiederum treffen auf Filmmusik.

In der Hugo Boss: Element-Werbung sehen wir Jonathan Rhys Meyers (Kick it like Beckham, Alexander, Die Tudors), was ja nichts ungewöhnliches ist, im Hintergrund läuft Mobys Extreme Ways, das uns allen aus der Bourne-Reihe bekannt ist.

Vielleicht erkennt man in Zukunft also vermehrt Filmfreunde an diesem neuen Duft von Hugo Boss… ;)

Bilder:
links: The Bourne Ultimatum OST,
rechts: Screenshot-Zuschnitt aus der Webung für Hugo Boss: Element

The Wrestler (2008)

Den Oscar hat Mickey Rourke (Sin City) in seiner Rolle als Wrestler zwar nicht bekommen, aber er spielt trotzdem sehr überzeugend und teils emotional mitreißend. Der Film zeigt nicht nur, dass Wrestling eine Kunst (und nicht nur hirnloser Rumgebalke) ist, die von vielen verehrt bzw. hoch geschätzt wird, sondern begleitet den Zuschauer auch hinter die Kulissen und in die Welt derjenigen, die mit dem Wrestling zu tun haben. Dieser Sport ist das Leben des Protagonisten, für den seine Welt zusammenbricht, als der Arzt ihm dessen Ausübung verbietet.

In gewisser Hinsicht werden hier so einige Klischees bedient: der Wrestler lebt in einem Wohnwagen, hat seine Tochter im Stich gelassen, arbeitet als Regaleinräumer in einem Supermarkt, verbringt viel Zeit in einer Striptease-Bar und ist anschließend teilweise so betrunken, dass er zu nachtschlafender Zeit randaliert und in seinem Wagen schlafen muss.

Allerdings sind diese klischeehaften Züge seiner Person notwendig, um eine Entwicklung zum Besseren anstreben zu können. DenVersuch der Verbesserung seines Lebens – und vor allen Dingen des Verhältnisses zu seiner Tochter – macht der Wrestler nach der Verordnung des Arztes, doch loslassen tut seine Vergangenheit ihn nicht: der Sog des Wrestlings hat ihn fest im Griff, was sehr gut dargestellt wird.

Was das Wrestling an sich betrifft, gibt es hier einige Hardcore-Kämpfe, die man beispielsweise in der WWE so nicht vorfinden wird. Reißzwecken, ja, aber Stacheldraht etc. dürfte man dort doch eher missen. Insofern ist der Film nichts für schwache Mägen.

Für diese wirklich gute Inszenierung mit Tiefgang gibt es für The Wrestler
8,5/10 Punkten.

Andere Meinungen:

C.H. (10/10)
Khitos (8/10)

Ø 8,83/10

Scotty, beam mich in den Samstag!!

Morgen und übermorgen stehen die letzten beiden Klausuren an… Das Beste kommt zum Schluss: Mathe am Freitag :(

Irgendwer, bitte beam mich in den Samstag!!

;)

96 Hours (2008)

Der Selbstjustizthriller mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist zwar spannend, aber dennoch ungereimt, und er legitimiert das (doch sehr blutige) Vorgehen abseits des Gesetzes – zu sehr. Nun gut, dass diese Art der persönlichen Vergeltung gutgeheißen wird, ist für dieses Genre nunmal so. Was mich an 96 Hours gestört hat ist vielmehr die Tatsache, dass die Amerikaner sich im bösen Europa (in das die Terroristen aus dem Ost-Westen einfallen) alles erlauben können. Der Film will dies rechtfertigen, damit habe ich allerdings ein Problem, denn derartige Propaganda für – das ach so tolle – Amerika, angeblich freies Land der unbegrenzten Möglichkeiten, lehne ich wehement ab.

Der Film bietet neben der Spannung und der Gewalt auch ein Paradebeispiel für eine Vollblut-Bitch (blöd eigentlich, dass so ein dummes Ding auch aus Amerika kommt…). Durch die solide Action und handfeste Fights bringt es der Film – trotz zu viel sinnloser Gewalt – dann doch noch auf
6/10 Punkten.

Andere Meinungen:

C.H. (3/10)

Ø 4,5/10

And the Oscar went to…

Die Gewinner sollte man erkennen… ;)

Best Film
The Curious Case of Benjamin Button
Frost/Nixon
Milk
The Reader
Slumdog Millionaire

Best Director

The Curious Case of Benjamin Button – David Fincher
Frost/Nixon – Ron Howard
Milk – Gus Van Sant
The Reader – Stephen Daldry
Slumdog Millionaire – Danny Boyle

Best Actor In A Leading Role
The Visitor – Richard Jenkins
Frost/Nixon – Frank Langella
Milk – Sean Penn
The Curious Case of Benjamin Button – Brad Pitt
The Wrestler – Mickey Rourke

Best Actress In A Leading Role
Rachel Getting Married – Anne Hathaway
Changeling – Angelina Jolie
Frozen River – Melissa Leo
Doubt – Meryl Streep
The Reader – Kate Winslet

Best Actor In A Supporting Role
Milk – Josh Brolin
Tropic Thunder – Robert Downey Jr.
Doubt – Philip Seymour Hoffman
The Dark Knight – Heath Ledger
Revolutionary Road – Michael Shannon

Best Actress In A Supporting Role
Doubt – Amy Adams
Vicky Cristina Barcelona – Penélope Cruz
Doubt – Viola Davis
The Curious Case of Benjamin Button – Taraji P. Henson
The Wrestler – Marisa Tomei

Best Adapted Screenplay
The Curious Case of Benjamin Button – Eric Roth, Robin Swicord
Doubt – John Patrick Shanley
Frost/Nixon – Peter Morgan
The Reader – David Hare
Slumdog Millionaire – Simon Beaufoy

Best Original Screenplay
Frozen River – Courtney Hunt
Happy-Go-Lucky – Mike Leigh
In Bruges – Martin McDonagh
Milk – Dustin Lance Black
WALL-E – Andrew Stanton, Jim Reardon, Pete Docter

Animated Feature
Bolt
Kung Fu Panda
WALL-E :)

Art Direction
Changeling
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
The Duchess
Revolutionary Road

Cinematography
Changeling
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
The Reader
Slumdog Millionaire

Costume Design

Australia
The Curious Case of Benjamin Button
The Duchess
Milk
Revolutionary Road

Documentary Feature
The Betrayal (Nerakhoon)
Encounters at the End of the World
The Garden
Man on Wire
Trouble the Water

Documentary Short
The Conscience of Nhem En
The Final Inch
Smile Pinki
The Witness – From the Balcony of Room 306

Film Editing
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
Frost/Nixon
Milk
Slumdog Millionaire

Best Foreign Language Film
The Baader Meinhof Complex
The Class
Departures
Austria
Waltz with Bashir

Makeup

The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
Hellboy II: The Golden Army

Original Score
The Curious Case of Benjamin Button – Alexandre Desplat
Defiance – James Newton Howard
Milk – Danny Elfman
Slumdog Millionaire – A.R. Rahman
WALL-E – Thomas Newman

Original Song
WALL-E – “Down to Earth”
Slumdog Millionaire – “Jai Ho”
Slumdog Millionaire – “O Saya”

Sound Editing
The Dark Knight
Iron Man
Slumdog Millionaire
WALL-E
Wanted

Sound Mixing
The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
Slumdog Millionaire
WALL-E
Wanted

Visual Effects

The Curious Case of Benjamin Button
The Dark Knight
Iron Man

Animated Short

La Maison de Petits Cubes
Lavatory – Lovestory
Oktapodi
Presto
This Way Up

Live Action Short

Auf der Strecke (On the Line)
Manon on the Asphalt
New Boy
The Pig
Spielzeugland (Toyland)

Damit gingen 8 Oscars an Slumdog Millionaire

Knallhart (2006)

Miriam Polischka (Jenny Elvers-Elbertzhagen), die Mutter von Michael (David Kross, Der Vorleser), lässt sich von reichen Männern aushalten. Als ihr Lover sie jedoch vor die Tür setzt, muss sie mit ihrem Sohn in ein armes Viertel ziehen, wo Michael dann auch zur Schule gehen muss. Dort wird er von einer Gang verprügelt und beklaut, während ihm zwei andere Mitschüler die Freundschaft anbieten.

Durch die beiden gerät der 15-Jährige auf die schiefe Bahn und versinkt immer tiefer im Netz der illegal operierenden Untergründler, wird schließlich zum präferierten Drogenkurier eines lokalen Dealers. Währenddessen hüpfen reihenweise neue Kerle ins Bett seiner Mutter, die ihn zu allem Überfluss auch noch bestehlen und, mit dem Schwanz wackelnd, vor ihm rumlaufen. Kein Wunder, dass Michael keinen Bock auf sowas hat und sich lieber ins schattige Milieu seines profitablen Nebenjobs zurückzieht – bis alles eskaliert…

Der “Großstadtfilm” Knallhart beginnt quasi als Dokumentation gängier Verhältnisse, Verhaltensweisen und Zuständen an deutschen Haupt- und Realschulen. Die Lehrer haben die aggressiven Schüler nicht unter Kontrolle. Schwache Mitschüler, Streber und Schüler andere Abstammung werden verprügelt und ausgenommen, das ganze wird mit dem Handy aufgenommen. Zustände, die leider nicht nur im Film herrschen, sondern für verdammt viele Jugendliche zum Alltag gehören – genau wie Drogen, ungewollte Schwanger-/Vaterschaften und prügelnde Eltern.

Knallhart ist ein sehr guter Film über einen Teenager, der versucht, seinen eigenen Weg aus seiner miserablen Lage zu finden, dabei aber an allen Ecken und Enden zum Scheitern verurteilt wird. Er ist durchweg solide besetzt und – wie schon gesagt – sehr realitätsnah, was teilweise eine erschreckende wirkung auf den Zuschauer hat. Auch Wendepunkte und Zeitsprünge hat der Film zu bieten und ergattert somit
8,5/10 Punkten.

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96 Hours

Der Selbstjustizthriller mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist zwar spannend, aber dennoch ungereimt, und er legitimiert das (doch sehr blutige) Vorgehen abseits des Gesetzes – zu sehr. Nun gut, dass diese Art der persönlichen Vergeltung gutgeheißen wird, ist für dieses Genre nunmal so. Was mich an 96 Hours gestört hat ist vielmehr die Tatsache, dass die Amerikaner sich im bösen Europa (in das die Terroristen aus dem Ost-Westen einfallen) alles erlauben können. Der Film will dies rechtfertigen, damit habe ich allerdings ein Problem, denn derartige Propaganda für – das ach so tolle – Amerika, angeblich freies Land der unbegrenzten Möglichkeiten, lehne ich wehement ab.

Der Film bietet neben der Spannung und der Gewalt auch ein Paradebeispiel für eine Vollblut-Bitch (blöd eigentlich, dass so ein dummes Ding auch aus Amerika kommt…). Durch die solide Action und handfeste Fights bringt es der Film – trotz zu viel sinnloser Gewalt – dann doch noch auf
6,5/10 Punkten.

Das Gesetz der Ehre (2008)

Das Gesetz der Ehre ist ein ungeheuer langwieriger Film, der einem noch länger vorkommt als die über zwei Stunden Spielzeit. Zwar ist es für das Publikum bis kurz vorm Schluss nicht klar ersichtlich, an welchen Stellen sich die ganzen Personen/Polizisten befinden und auf wessen Seite sie stehen, doch wird die Spannung und das Erwarten der Auflösung durch unnötige lange Familienpassagen gedämpft.

Der Trailer des Films versprach einen Film über korrupte Cops mit der Zusatzproblematik von Verwandschaft, d.h. in diesem Falle Bruderschaft. Im Trailer sah es aus, als sei Ray (Edward Norton) der Bruder von Jimmy (Colin Farrell); eine Annahme, die nicht zutrifft und daher für Verwirrung sorgen kann. Allerdings fokussierte der Trailer die Action – nicht die Familie der Cops. Der Film tut das genaue Gegenteil. Die Polizisten-Familie wird von allen Seiten belauchtet, wobei der Zuschauer aber oftmals im Dunkeln tappt, weil sich Relationen nicht gleich ergeben, plötzlich Namen auftauchen und man sich den Stammbaum der Tierneys erst zusammenpuzzlen muss.

Letztendlich wartet der Zuschauer auf das Ende des Films – des Films, nicht etwa dessen Geschichte. Ich weiß auch nicht, aber das Ende (das Ende, bei dem Jimmy den Baseballschläger fallenlässt) kam mir irgendwie total bekannt vor. Gibt es einen ähnlich endenden Film?

Dieser hier bleibt jedenfalls weit hinter den Erwartungen zurück, die ich mir gemacht hatte, was ich wirklich sehr schade finde, und bekommt deshalb nur 6/10 Punkten.

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