Das Gesetz der Ehre ist ein ungeheuer langwieriger Film, der einem noch länger vorkommt als die über zwei Stunden Spielzeit. Zwar ist es für das Publikum bis kurz vorm Schluss nicht klar ersichtlich, an welchen Stellen sich die ganzen Personen/Polizisten befinden und auf wessen Seite sie stehen, doch wird die Spannung und das Erwarten der Auflösung durch unnötige lange Familienpassagen gedämpft.
Der Trailer des Films versprach einen Film über korrupte Cops mit der Zusatzproblematik von Verwandschaft, d.h. in diesem Falle Bruderschaft. Im Trailer sah es aus, als sei Ray (Edward Norton) der Bruder von Jimmy (Colin Farrell); eine Annahme, die nicht zutrifft und daher für Verwirrung sorgen kann. Allerdings fokussierte der Trailer die Action – nicht die Familie der Cops. Der Film tut das genaue Gegenteil. Die Polizisten-Familie wird von allen Seiten belauchtet, wobei der Zuschauer aber oftmals im Dunkeln tappt, weil sich Relationen nicht gleich ergeben, plötzlich Namen auftauchen und man sich den Stammbaum der Tierneys erst zusammenpuzzlen muss.
Letztendlich wartet der Zuschauer auf das Ende des Films – des Films, nicht etwa dessen Geschichte. Ich weiß auch nicht, aber das Ende (das Ende, bei dem Jimmy den Baseballschläger fallenlässt) kam mir irgendwie total bekannt vor. Gibt es einen ähnlich endenden Film?
Dieser hier bleibt jedenfalls weit hinter den Erwartungen zurück, die ich mir gemacht hatte, was ich wirklich sehr schade finde, und bekommt deshalb nur 6/10 Punkten.
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