Miriam Polischka (Jenny Elvers-Elbertzhagen), die Mutter von Michael (David Kross, Der Vorleser), lässt sich von reichen Männern aushalten. Als ihr Lover sie jedoch vor die Tür setzt, muss sie mit ihrem Sohn in ein armes Viertel ziehen, wo Michael dann auch zur Schule gehen muss. Dort wird er von einer Gang verprügelt und beklaut, während ihm zwei andere Mitschüler die Freundschaft anbieten.
Durch die beiden gerät der 15-Jährige auf die schiefe Bahn und versinkt immer tiefer im Netz der illegal operierenden Untergründler, wird schließlich zum präferierten Drogenkurier eines lokalen Dealers. Währenddessen hüpfen reihenweise neue Kerle ins Bett seiner Mutter, die ihn zu allem Überfluss auch noch bestehlen und, mit dem Schwanz wackelnd, vor ihm rumlaufen. Kein Wunder, dass Michael keinen Bock auf sowas hat und sich lieber ins schattige Milieu seines profitablen Nebenjobs zurückzieht – bis alles eskaliert…
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Der “Großstadtfilm” Knallhart beginnt quasi als Dokumentation gängier Verhältnisse, Verhaltensweisen und Zuständen an deutschen Haupt- und Realschulen. Die Lehrer haben die aggressiven Schüler nicht unter Kontrolle. Schwache Mitschüler, Streber und Schüler andere Abstammung werden verprügelt und ausgenommen, das ganze wird mit dem Handy aufgenommen. Zustände, die leider nicht nur im Film herrschen, sondern für verdammt viele Jugendliche zum Alltag gehören – genau wie Drogen, ungewollte Schwanger-/Vaterschaften und prügelnde Eltern.
Knallhart ist ein sehr guter Film über einen Teenager, der versucht, seinen eigenen Weg aus seiner miserablen Lage zu finden, dabei aber an allen Ecken und Enden zum Scheitern verurteilt wird. Er ist durchweg solide besetzt und – wie schon gesagt – sehr realitätsnah, was teilweise eine erschreckende wirkung auf den Zuschauer hat. Auch Wendepunkte und Zeitsprünge hat der Film zu bieten und ergattert somit
8,5/10 Punkten.
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Der Selbstjustizthriller mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist zwar spannend, aber dennoch ungereimt, und er legitimiert das (doch sehr blutige) Vorgehen abseits des Gesetzes – zu sehr. Nun gut, dass diese Art der persönlichen Vergeltung gutgeheißen wird, ist für dieses Genre nunmal so. Was mich an 96 Hours gestört hat ist vielmehr die Tatsache, dass die Amerikaner sich im bösen Europa (in das die Terroristen aus dem Ost-Westen einfallen) alles erlauben können. Der Film will dies rechtfertigen, damit habe ich allerdings ein Problem, denn derartige Propaganda für – das ach so tolle – Amerika, angeblich freies Land der unbegrenzten Möglichkeiten, lehne ich wehement ab.








Senf-Dazugeber: