Den Oscar hat Mickey Rourke (Sin City) in seiner Rolle als Wrestler zwar nicht bekommen, aber er spielt trotzdem sehr überzeugend und teils emotional mitreißend. Der Film zeigt nicht nur, dass Wrestling eine Kunst (und nicht nur hirnloser Rumgebalke) ist, die von vielen verehrt bzw. hoch geschätzt wird, sondern begleitet den Zuschauer auch hinter die Kulissen und in die Welt derjenigen, die mit dem Wrestling zu tun haben. Dieser Sport ist das Leben des Protagonisten, für den seine Welt zusammenbricht, als der Arzt ihm dessen Ausübung verbietet.
In gewisser Hinsicht werden hier so einige Klischees bedient: der Wrestler lebt in einem Wohnwagen, hat seine Tochter im Stich gelassen, arbeitet als Regaleinräumer in einem Supermarkt, verbringt viel Zeit in einer Striptease-Bar und ist anschließend teilweise so betrunken, dass er zu nachtschlafender Zeit randaliert und in seinem Wagen schlafen muss.
Allerdings sind diese klischeehaften Züge seiner Person notwendig, um eine Entwicklung zum Besseren anstreben zu können. DenVersuch der Verbesserung seines Lebens – und vor allen Dingen des Verhältnisses zu seiner Tochter – macht der Wrestler nach der Verordnung des Arztes, doch loslassen tut seine Vergangenheit ihn nicht: der Sog des Wrestlings hat ihn fest im Griff, was sehr gut dargestellt wird.
Was das Wrestling an sich betrifft, gibt es hier einige Hardcore-Kämpfe, die man beispielsweise in der WWE so nicht vorfinden wird. Reißzwecken, ja, aber Stacheldraht etc. dürfte man dort doch eher missen. Insofern ist der Film nichts für schwache Mägen.
Für diese wirklich gute Inszenierung mit Tiefgang gibt es für The Wrestler
8,5/10 Punkten.
Andere Meinungen:
Ø 8,83/10









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