Die Animation von Resident Evil: Degeneration ist sehr gut und ansprechend. Lediglich die Gesichter sehen nach Plastik aus, aber da kein Mensch von einer derartigen Verfilmung den Einsatz von Subsurface Scattering erwartet, geht das in Ordnung. Was hingegen gar nicht geht, ist die Abwesenheit von Monstern und – vor allen Dingen – einer Vielzahl verschiedener mutierter Monster mit unerwarteten Features. Der Film hat gerade einmal zwei verschiedene Arten von Gegnern zu bieten: Zombies und ein Übermonster. Einfach nur Zombies, ohne überraschende Mutanten, sind nunmal langweilig und so ungeheuer spektakulär ist das Riesen-Ungeheuer dann auch nicht.
Die Story an sich kann im Prinzip überzeugen, aber es wird viel zu wenig geballert und es gibt keine Schockmomente, was für mehr Nähe zum Spiel auf jeden Fall notwendig gewesen wäre. Gerade durch die Animation standen den Machern enorm viele Mittel zur Verfügung, die den Film – im Vergleich zu einer entsprechenden Real-Verfilmung – hätten glämzen lassen können. Leider blieben diese Möglichkeiten ungenutzt und die Fortsetzung des Spiels Resident Evil 4 bleibt auf der Strecke.
Der daraus bekannte Leon sieht zwar gut aus (bis auf die Frisur), aber ansonsten bleibt er eher blass und kann nichts rausreißen. Wirklich schade, dass die Animateure diese Möglichkeit nicht ausreuchend genutzt haben und so ein Film entstand, der sich nicht im Ansatz gegen die Real-Verfilmungen der Spiel-Reihe um die Umbrella-Corporation behaupten kann. Deshalb bekommt er auch nur
5/10 Punkten.
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