Archiv für Mai 2009

Dark Floors – The Lordi Motion Picture (2008)

Ein kleines Mädchen mit dezenten The Ring-Zügen als Quelle merkwürdigen Unheils in einer Welt aus dunklen Fluren, in denen neben Sandstürmern, Leichenbergen und der so genannten Scream-Queen auch Lordi. Die Finnische Band schaffte es so auch gleich in den verheißungsvollen Untertitel: The Lordi Motion Picture.

Ein paar ganz nette Ansätze zeigt Dark Floors zwar, wirkliche Spannung, geschweige denn Grusel oder Angst kommen aber trotzdem nicht auf. Zusammengesetzt aus schon vorhandenen Filmen – so nimmt man diesen finnischen Streifen wahr.

Promotion für Lordi, die wohl nur eingefleischte Fans als positiv erachten werden. Das schwarze Etwas ist auf die Band zugeschnitten, was es aber weder interessanter noch schrecklicher macht.

Langweilig ist leider das Schlagwort des Films und dieser schafft es gerade einmal auf
1/10 Punkten.

Dark Floors auf  DVD

Teaser: Toy Story 3 (2010)

Und auch im nächsten Jahr gibt es wieder einen Disney Pixar-Streich: Toy Story 3. Die ersten beiden Teile habe ich immernoch nicht gesehen; aber dafür habe ich dann ja noch ein Jahr Zeit… ;)

Oben: neuer Trailer

Einen neuen Trailer gibt es zu Disney Pixars diesjährigem Kino-Beitrag mit dem tollen Titel Oben:

Happy Birthday, Daniel!!

HAPPY BIRTHDAY und alles Gute zum 23. !!

Feier schonmal ordentlich ;)
Bis nachher!
:)

Free TV-Premiere: Marie Antoinette

Am Samstag (30. Mai 2009) um 20.15 Uhr gibt es auf ProSieben die Free TV-Premiere von Marie Antoinette.

Negativ ist hierbei selbstverständlich die Werbung – aber wer den Filmnoch nicht gesehen hat, der sollte diese Chance nutzen!

Hier geht’s zum Review inklusive historischem Vergleich.

P.S. (@ProSieben-Stimme): Der Film heißt Marie Antoinette und nicht Marie Antonett!! ;)

Marie Antoinette auf DVD

Tschiep-Tschiep

Neuerdings, d.h. seit gestern, ist isinesunshine bei Twitter zu finden, wo ihr immer sofort über neue Kritiken und Artikel informiert werdet.

Hier entlang

Der fremde Sohn (2008)

Der Fremde Sohn beruht auf einer wahren Geschichte – der Geschichte einer Mutter, die für ihren (wahren) Sohn selbst gegen die Instanzen kämpfen muss, die ihr eigentlich helfend zur Seite stehen sollten.

Ein Junge verschwindet in Los Angeles. Die dortie Polizei ist durchzogen von Korruption und hat mit einem immer negativer werdenden Image zu kämpfen. Da kommt sie auf die Idee, der Mutter des Jungen einfach einen anderen Ausreißer unterzuschieben – nur um die Presse zu beruhigen. Natürlich fällt der Mutter der Tausch auf, doch mithilfe von Ärzten und gutem Zureden versucht diese, die Mutter von der Echtheit ihres Kindes zu überzeugen. Daher muss sie alleine um die Wahrheit kämpfen. Erst nimmt sich nur ein Pfarrer (John Malkovich) ihrer Sache, doch als er den Fall durch seine Radiosendung publik macht, wird eine Lawine ausgelöst.

Angelina Jolie, die rein äußerlich nur zu gut ins Bild der stereotypischen zerbrechlichen Frau der 30er Jahre passt (manchmal erschreckend wie wenig an der Frau dran ist), gibt die Rolle der Mutter, Christine Collins, und das durchaus glaubwürdig. Die jungen Schauspieler spielen ihre Rollen gut, reißen aber nicht so sehr mit wie es vielleicht möglich gewesen wäre.

Die Methoden der Polizei sind mehr als zweifelhaft und so wundert man sich darüber wie lange die Mrs. Collins ruhig bleibt und die Nerven nicht verliert. Der Fremde Sohn erzählt eine ergreifende Geschichteund ist somit auch selbst ergreifend.

Der Film ist sehr, sehr lang und das fällt dem Zuschauer auch auf; während des Films. Insgesamt ist die Inszenierung Clint Eastwoods gut – aber gegen die Längen hätte etwas getan werden müssen, um den Eindruck nicht so zu trüben.

!!! ACHTUNG, SPOILER !!!

Der Hammer zum Schluss – die Tatsache, dass die Poliztei den fremden Sohn dazu zwang sich als Walter Collins auszugeben – kam mir wesentlich zu kurz und wurde zu beiläufig abgehandelt.

!!! SPOILER ENDE !!!

Insgesamt bekommt der Film von mir
7/10 Punkten.

Der fremde Sohn auf DVD

Sieben Leben (2008)

Lange Zeit lässt Sieben Leben einen im Dunklen tappen; der Zuschauer kann bestenfalls erahnen, was ihn erwartet – Gewissheit hat er jedoch keine. Man sieht einen Mann herumlaufen und seinen Job auf etwas merkwürdige Art und Weise erledigen. Warum, wozu und mit welchem Ausgang? – Diese Frage wird erst zum Schluss geklärt.

Rückblenden auf die Erinnerung, der Motivation, des Protagonisten inklusive Zeitungsartikel sind die stärksten Merkmale, die den Zuschauer näher an den Kern der Geschichte heranführen.

Das Ende des Films sieht man als Zuschauer unmissverständlich kommen, wenn man von Anfang an auf die Kleidung der Darsteller achtet, wie genau es abläuft erfährt man dann aber doch erst zum Schluss.

Die Hauptrolle ist auf Will Smith zugeschnitten und von der sehr wandlungsfähigen Rosario Dawson (Sin City, Death Proof, Eagle Eye) sieht man in diesem Film einmal mehr eine neue Seite. Zusammen sind die beiden hier nicht das erste Mal zu sehen: auch in Men in Black II standen sie schon gemeinsam vor der Kamera.

Sieben Leben ist ein wirklich bewegender Film mit einem zwiegespaltenen Happy End, zu dem auch Woody Harrelson einen kleinen aber nicht unbedeutenden Teil beiträgt. Trffenderweise bekommt 7 Leben also
7/10 Punkten.

Sieben Leben auf DVD

Gnaw (2008)

Ein Horrorfilm wie er typischer und klischeehafter kaum sein könnte; da ist Gnaw. Die britische Produktion hält sich an alt bekannte, nicht innovative, vorhersehbare und somit langweilige und zu genüge ausgewrungene Schemen des Genres, die den Film ebenso schmackhaft machen wie die Pastete auf dem Cover.

Die Figuren handeln dumm, dümmlich und dämlich und sind allesamt typisiert und klischeebehaftet. Der draufgängerische Vollidiot, die Anständige, die Unverstandene, der Niedliche, die Bitch und deren Freund – allesamt kommen sie zum ins Essen.

Der Mörder könnte schon fast in einer Parodie mitspielen – oder als Magier auftrten, denn dass das Schneckentempo, in dem er seine wegrennenden Opfer verfolgt, ihn tatsächlich siegen lässt ist unverst, an den Haaren herbeigezoen und nicht unterhaltsam.

Mörderfamilien mit freundlich erscheinenden Mitgliedern kennen wir schon aus dem Texas Chainsaw Massacre, dem Haus der 1.000 Leichen, The Devil’s Rejects, und, und, und, … Und deshalb wissen wir inzwischen auch von vornherein, dass das typischerweise auch so ist. Da denkt man sich dann eh schon, dass es hier aufs Gleiche hinauslaufen wird – und wird nicht „enttäuscht“ – also im Prinzip dann ja doch.

Da Filme dieses Genres inzwischen Innovation benötigen, um sich positiv aus der dichten dicken grauen Masse seiner Mitstreiter abzuheben, kann Gnaw hier nicht mithalten und geht unter. So schafft er es nur auf mickrige
2/10 Punkten.

Gnaw auf DVD

Slumdog Millionär (2008)

Bis jetzt steht Slumdog Millionär an der Spitze meiner persönlichen Kino-Charts diese Jahres. Das kann sich natürlich noch ändern, die sehr gute Wertung wird dem Film dadurch aber dennoch nicht streitig gemacht werden.

Eine bewegende Geschichte wird hier erzählt und in adäquate Bilder gefasst. Anfangs weiß man noch nicht wirklich worum es geht und fragt sich, ob man sich vielleicht irgendwo ver- bzw. etwas überlesen hat. Wo stand denn da was von indischen Terroristen? – Ah, gut, es geht doch um die Spielshow „Wer wird Millionär“. Malik erzählt seine bisherige Lebensgeschichte schrittweise und hangelt sich so von Frage zu Frage, was viele Zeitsprünge mit sich zieht. Der Film spielt im Jetzt, in der Kindheit und Jugend des Protagonisten, in den letzten Stunden und in den letzten Wochen. Zwischen den einzelnen Zeiten kann man aber problemlos differenzieren: diesbezüglich treten also keine Probleme auf.

Der Zusammenhang zwischen Fragen und Lebensgeschichte ist wirklich gut arrangiert – spricht fürs Drehbuch. Die Schauspieler verleihen ihren Charakteren Tiefe und spielen sie somit glaubhaft.

Der Film ist – wie die Kindheit Maliks – voll von Gewalt, deren Darstellung allerdings angemessen und nicht zu explizit ausfällt. Durch den Realismus des Films ist sie auch so schon sehr präsent.

Natürlich ist der Film in gewissem Maße vorhersehbar, an einigen Stellen überlegt man aber selbst hin und her, welcher von zwei Möglichen Ausgängen einer Handlung nun eintreten wird. Männer lernen aufgrund eines derartigen Teil-Ausgangs: Frauen bekommt man durch Geld. Natürlich eine äußerst fragwürdige Aussage, die sicherlich nicht auf alle weiblichen Wesen dieser Erde zu verallgemeinern ist.

Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war die Bollywood-Friede-Freude-Eierkuchen-wir-tanzen-lustig-auf-dem-Bahnsteig-Endsequenz; aber so bot der Film immerhin einen krönenden Abschluss für die Fans dieses Genres.

Das Drehbuch, die gelungene Umsetzung und die Wahl der Schauspieler verhelfen Slumdog Millionär zu
9/10 Punkten.

Slumdog Millionär auf DVD

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