Zeitlich einzuordnen ist Fast & Furious zwischen dem zweiten und dem dritten Teil, d.h. er ist halb Sequel und halb Prequel.
Der Teaser bzw. Trailer zeigten in erster Linie einen Zusammenschnitt der Einführungsszene, welcher durchaus hoffen ließ. Allerdings zeigt sich im Film, dass dieser Zusammenschnitt duetlich besser ist als der Film selbst – in der Kürze liegt hier die Würze. Viel zu langgezogen und ungeheuerlich schlecht animiert kommt der Öl-Klau daher. Die Mega-Prollo-Szene ist aus Bad Boys II abgekupfert, wobei sie mit Will Smith bedeutend cooler rüberkommt.
Die ganze Story scheint auf Teufel-komm-raus aus dem Boden gestampft – nur um den letzten Profit aus der Reihe herauszupressen. Nach dem unerwarteten Vorfall um Letti sehr einfach und vorhersehbar, ergo nicht gerade bestes spannendes Entertainment. Im nachhinein kann man sich relativ gut an den Haupthandlungsstrang erinnern und muss bei genauerem Überlegen feststellen, dass es auch gar keinen anderen Handlungsstrang gab.
Die Innovation und der Aha-Effekt aus den drei vorangegangenen Filmen fehlt hier völlig und wenn man darüber nachdenkt, bietet sich auch keine Stelle an, in die man derartiges hätte einbetten können. Außerdem werden auch diejenigen, die wegen der Autoschrauberei und der vielen nackten Jaut ins Kino gehen enttäuscht; nichtmal das hat man als ablenkende Rettung des Films in betracht gezogen: ein paar knapp bekleidete Damen sieht man schon, im Vergleich zu den bisherigen Teilen ist das jedoch nichts und auch von den Autos sieht man kaum etwas. Was ist da eigentlich von der Reihe übrig geblieben? – Genau, die original Teile.
Dass die alten Schauspieler wieder dabei sind machte einen großen Teil der Werbung aus und schlägt sich mit „Original Teile“ sogar im Titel nieder. Allerdings nützt das nicht viel bis gar nichts – keiner glänzt in seiner Rolle und selbst Routine hätte wohl gekonnter und überzeugender aussehen können.
Insgesamt kann man sich den Streifen mal angucken und dabei getrost irgedwas anderes machen – ihn im Hindertrund laufen lassen, das es nicht superwichtiges zu übersehen oder zu verpassen gibt. Man kann es allerdings auch bleiben lassen ohne es bereuen zu müssen. Selbst den Fans wird das Abgewinnen von Positiven hier schwer gemacht.
4/10 Punkten.
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