Der Fremde Sohn beruht auf einer wahren Geschichte – der Geschichte einer Mutter, die für ihren (wahren) Sohn selbst gegen die Instanzen kämpfen muss, die ihr eigentlich helfend zur Seite stehen sollten.
Ein Junge verschwindet in Los Angeles. Die dortie Polizei ist durchzogen von Korruption und hat mit einem immer negativer werdenden Image zu kämpfen. Da kommt sie auf die Idee, der Mutter des Jungen einfach einen anderen Ausreißer unterzuschieben – nur um die Presse zu beruhigen. Natürlich fällt der Mutter der Tausch auf, doch mithilfe von Ärzten und gutem Zureden versucht diese, die Mutter von der Echtheit ihres Kindes zu überzeugen. Daher muss sie alleine um die Wahrheit kämpfen. Erst nimmt sich nur ein Pfarrer (John Malkovich) ihrer Sache, doch als er den Fall durch seine Radiosendung publik macht, wird eine Lawine ausgelöst.
Angelina Jolie, die rein äußerlich nur zu gut ins Bild der stereotypischen zerbrechlichen Frau der 30er Jahre passt (manchmal erschreckend wie wenig an der Frau dran ist), gibt die Rolle der Mutter, Christine Collins, und das durchaus glaubwürdig. Die jungen Schauspieler spielen ihre Rollen gut, reißen aber nicht so sehr mit wie es vielleicht möglich gewesen wäre.
Die Methoden der Polizei sind mehr als zweifelhaft und so wundert man sich darüber wie lange die Mrs. Collins ruhig bleibt und die Nerven nicht verliert. Der Fremde Sohn erzählt eine ergreifende Geschichteund ist somit auch selbst ergreifend.
Der Film ist sehr, sehr lang und das fällt dem Zuschauer auch auf; während des Films. Insgesamt ist die Inszenierung Clint Eastwoods gut – aber gegen die Längen hätte etwas getan werden müssen, um den Eindruck nicht so zu trüben.
!!! ACHTUNG, SPOILER !!!
Der Hammer zum Schluss – die Tatsache, dass die Poliztei den fremden Sohn dazu zwang sich als Walter Collins auszugeben – kam mir wesentlich zu kurz und wurde zu beiläufig abgehandelt.
!!! SPOILER ENDE !!!
Insgesamt bekommt der Film von mir
7/10 Punkten.









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