Transformers – Die Rache
Nach dem Erfolg von Transformers (2007) war klar, dass es eine Fortsetzung geben wprde. Doch diese storytechnisch glaubhaft und plausibel zu gestalten war – ganz offensichtlich – schwierig. Um überhaupt eine Geschichte erzählen zu können, wurden dem ersten Teil Charaktere hinzugefügt und ihmEreignisse vorangestellt, die jeweils vollkommen aus der Luft gegriffen und an den Haaren herbeigezogen sind. Was man aus dem ersten Teil wusste wurde einfach umgeworfen. So ist Megatron garnicht der Ober-Decepticon und die ganze Geschichte wird in alle möglichen Richtungen ausgebaut, um irgendeinen Sinn in der Fortsetzung aufkeimen zu lassen.
Hinzu kommt, dass der Film viel zu oft in Richtung American Pie abdriftet, Klischees bedient und durchgehend einen extrem sexistischen Humor verfolgt. (Während des Films kann dies sehr lustig sein, gerade im Nachhinein – wenn das Hirn wieder eingeknipst ist – ist dies jedoch recht ärgerlich).
Die „beiden Vorteile“ von Megan Fox bekommen ihre eigenen Frames – in Nahaufnahme, sodass, man(n) sie kaum auf keinen Fall übersehen kann und dann kommentiert ein späterer Handtaschen-Chihuahua-Decepticon das Mädel auch noch mit „[sexy, aber nicht die Hellste]„.
ACHTUNG, SPOILER!!! Wie vom Himmel gefallen gibt es auf einmal einen Transformer, der eher ein T-1000 ist, d.h. menschliche Gestalt annehmen kann. SPOILER ENDE. Die Ur-Formen der Decepticons erinnern stark an die letzte Saturn-Werbung und „die Zwillinge“ scheinen Beavis und Butthead in metallener Form zu sein. Wie die beiden zuletzt genannten werden auch viele andere Transformers, d.h. die Guten unter ihnen, vermenshlicht.
Den größten Teil des Films machen die erwarteten Michael Bay-Materialschlachten aus, in denen Blut und Metall fließen, alles Mögliche in die Luft fliegt und sich stetig Neues aus dem Boden stampft, das über vernichtende Kraft verfügt. Selbstverständlich finden sich auch typische Bay-Elemente wie zum Beispiel das verzweifelt-heroische Winken des Protagonisten kurz vor der Rettung – mit der entsprechenden Kameraführung und -perspektive.
Aber um eins klarzustellen: ich habe nichts gegen Michael Bay – im Gegenteil. Transformers – Die Rache ist ein unterhaltsamer Materialschlacht-Nobrainer, der den Gang ins Kino durchaus wert ist. Hierbei sollte man allerdings daran denken, sein Gehirn an der Snackbar gegen ein Bier einzutauschen. Tut man dies, kann man ziemlich oft und viel lachen und sich von der Action berieseln lassen, was dafür sorgt, dass man das Lichtspielhaus ohne Schmerzen im Geldbeutel verlassen kann.
Dafür bekommt der Film
6,5/10 Punkten.










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