The Expendables
Von vornherein ist Stallones lang erwartete Söldneraction (immerhin fast 2 Jahre Wartezeit sind bis zum Release am Donnerstag vergangen), die mit dem geballtesten Action-Cast aller Zeiten auffährt, nur etwas für Fans. Wer 80er-Action nicht abgewinnen kann und die beteiligten Schauspieler schon im Voraus für hirnlose Hau-Drauf-Kerle hält, sollte einen großen Bogen um den Film machen. Fans werden nicht enttäuscht – im Gegenteil.
The Expendables bietet schon alleine durch den Cast eine breite Angriffsfläche für Skeptiker – auch aus den Reihen der Anhänger von Genre und Schauspielern. Die Angst vor einem sinnlosen Kugel- und Fausthagel und vor einem noch sinnloseren, bereits da gewesenen Plot, in dem man schon nach wenigen Minuten Unten nicht mehr von Oben unterscheiden kann, machte sich im Vorfeld breit. Die Gefahr, dass keiner der Action-Helden individuell zur Geltung kommen und sich dabei auch noch lächerlich machen könnte, schien für viele in greifbarer Nähe. Trotzdem hat Sylvester “Sly” Stallone es in seiner Funktion als Drehbuchautor (neben Dave Callaham) geschafft, diesen Vorurteilen entgegenzuwirken. Doch nicht nur das; gleichzeitig hat er auch das getan, was in dieser Ansammlung von – von Nicht-Fans verschrieenen – Action-Helden nötig war: Selbstparodie jedes einzelnen.
Jeder der Expendables bekommt die Möglichkeit sein persönliches Talent innerhalb des Genres unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig an mindestens einer Stelle bezüglich der ihm nachgesagten Schwäche auf die Schippe zu nehmen, um eben nicht lächerlich zu wirken, da das Bewusstsein etwaiger eigener Schwächen nunmal noch stärker macht. Vor einem durchaus akzeptablen Plot zeigt der “großartigste Actioncast aller Zeiten”, was er in Sachen Fights, Stunts und sonstiger Action alles zu bieten hat ohne dabei einen reinen Hau-Drauf-Streifen aus dem Film zu machen.
Wie versprochen erhält die Atmosphäre der Actionstreifen der Achtziger Jahre mit The Expendables im Jahr 2010 wieder Einzug auf die Leinwände unserer Lichtspielhäuser, was sich teilweise auch in der Qualität der Effekte zeigt; wodurch die Qualität des Film nicht etwa gesenkt, sondern – der Nostalgie wegen – noch zusätzlich gesteigert wird.
Wer also wissen möchte wie es aussieht, wenn Jason Statham und Jet Li ihrem Gegner gemeinsam das Genick brechen und bis jetzt noch keine Ahnung von Dolph Lundgrens Definition eines Warnschusses hat, der sollte sich schnellstens ins Kino seiner Wahl begeben, um diese Wissenslöcher zu stopfen!
Stallone überzeugt mit seinem neuesten Streich auf ganzer Linie und bekommt dafür
9/10 Punkten.










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