Inception
Die größte Anerkennung für Inception gebührt definitiv Christopher Nolan, aus dessen Feder das hochgradig komplexe, tiefschichtige, konsistente und konsequent logische Drehbuch stammt und der Regie geführt hat. Dem Wort “tiefschichtig” wird in diesem Film eine neue Bedeutung hinzugefügt, die die Komplexität von Trämen in Träumen ||: in Träumen : || und das Zusammenspiel dieser Ebenen beschreibt.
Wie etwa Alice im Wunderland oder Das Kabinett des Doktor Parnassus entführt auch Inception seine Zuschauer in Fantasiewelten. Allerdings sind diese deutlich dürsterer, kälter, viel realer, bedrohlicher und alles andere als farbenfroh. Jene Umgebungen schaffen eine sehr spezielle, dichte und fesselnde Atmosphäre, die mit dazu beiträgt die Spannung aufrecht zu erhalten und das Publikum in den Sog der Träume zu ziehen. Ein weiterer Aspekt, dem die außerordentliche Anziehungskraft zu verdanken ist, ist die Komplexität des Films, die man gar nicht oft genug hervorheben kann und die die kleinen grauen Zellen des Zuschauers ununterbrochen auf Trapp hält. Aus diesem Grund ist Inception kein Film für zwischendurch, sondern einer von denjenigen, bei denen geistiges Abschalten den größten denkbaren Fauxpas darstellt.
Alle Schaupieler des Star-Aufgebots, darunter Leonardo DiCaprio (Der Mann, der niemals lebte), Ellen Page (Hard Candy) und Marion Cotillard (La vie en rose), verleihen ihren Charakteren Glaubwürdigkeit und Tiefe – machen sie zu Individuen in der Vielzahl von Labyrinthen, durch die sie sich bewegen.
Die lange Laufzeit von knapp 150 Minuten fällt nicht negativ ins Gewicht, da sie sich deutlich kürzer anfühlt (viel störender ist in diesem Zusammenhang die obligatorische Pause
). Gefüllt sind die zwei einhalb Stunden nicht nur mit Action, sondern auch mit sinnvollen und ernsten Dialogen und einigen witzigen Elementen, die die allgemein sehr angespannte und ernste Atmosphäre kurzzeitig auflösen.
Der eindrucksvolle Fantasy-Thriller gehört mit seiner bestechenden Komplexität und Dichte auf jeden Fall zu den Must-Sees dieses Kino-Jahres, macht Drehbuchautor Christopher Nolan zu einem Oscar-Anwärter und ergattert sich die verdiente Höchstwertung von
10/10 Punkten.










Da isse wieder! Fand den Film auch sehr gut, aber weit nicht so komplex, wie du. Habe ihn mit 9 Punkten bewertet.
9 auch von mir.
Was meinst du denn mit obligatorischer Pause? Ist die in der Handlung oder hat das Kino, in dem du warst, den Film tatsächlich wegen Überlänge zweigeteilt?
Ja, letzteses war der Fall. Und das wirklich mittendrin (Anfang Level 1; mitten in der Schießerei)…