Archiv der Kategorie '2008'
Death Race (2008)
Veröffentlicht 3. Januar 2009 2008 , Archiv , Film , Kino , Reviews Hinterlasse einen KommentarSchlagworte: 2008, Death Race, Frederick Koehler, Ian McShane, Jacob Vargas, Jason Statham, Joan Allen, Max Ryan, Tyrese Gibson
Death Race

Weil das Betreiben von Gefängnissen dem Staat zu teuer geworden ist, wurden alle diese Einrichtungen an Privatleute abgetreten, die sie gewinnbringend nutzen. Die Schlimmsten der schlimmen Verbrecher werden nach Terminal Island gebracht, ein Gefängnis im Besitz von Warden Hennessey (Joan Allen, Die Bourne Verschwörung, Pleasentville, Face/Off). Die Gefängnisdirektorin hat – nachdem einfache Kämpfe keine befriedigenden Einschaltquoten mehr brachten – Death Race ins Leben gerufen. Bei diesem Autorennen fahren die Insassen um ihre Freiheit: wer fünf Rennen für sich entschieden hat, kommt frei.
Der viermalige Sieger “Frankenstein” hat beim letzten Rennen das Zeitlche gesegnet und daher lässt Hennessey dem ehemaligen Renn fahrer Jensen Ames (Jason Statham, Transporter, Crank) den Mord an dessen Ehefrau anhängen, um ihn in ihr Etablissement zu bekommen, Ames soll Frankenstein ersetzen und um seine Freiheit fahren. Hierbei steht ihm Frankensteins Team bestehend aus Coach (Ian McShane, Scoop – Der Knüller), Lists (Frederick Koehler) und Gunner (Jacob Vargas, Traffic – Die Macht des Kartells) zur Seite. Das ist auch bitter nötig, denn mit 14K (Robin Shou), Pachenko (Max Ryan) und allen voran Frankensteins Erzrivalen Machine Gun Joe (Tyrese Gibson, 2 Fast 2 Furious) hat er einige zähe Gegner in gut gepanzerten Kisten mit ordentlich Wumms…
…
Die Handlung von Death Race ist zwar nicht komplett irrelevant, aber sehr nebensächlich. In erster Linie geht es um das Rennen, die Fahrer und die Autos. In der Tat wird dem Zuschauer während der einzelnen Rennetappen mit viel Action, Stunts und Spielereien rund um die Autos gefüttert. Der rasante Einstieg in den Film, der Frankensteins letztes Rennen zeigt, gibt also von Anfang an den Ton an. Special Effects und das Rennenan können also souverän punkten.
Schauspielerische Glanzleistungen sind hier natürlich weder zu suchen, noch zu finden. Jason Statham haut – wie immer – ordentlich auf den Putz unt tritt – wie als Transporter – aufs Gas. Seine Mitfahrerin ist unwichtig, Joan Allen spielt die Gefängnisdirektorin so uunsympathisch wie möglich, aber nicht gerade überwältigend gut. Tyrese Gibson kennen wir auch schon als Fahrer – aus 2 Fast 2 Furious. In Death Race ist sein Charakter, Machine Gun Joe, nicht mit persönlichen Hintergründen behaftet und daher hat auch er nicht viel zu schauspielern.
Das Kernelement des Storytwists fand ich relativ vorhersehbar, allerdings ging das nur mir so; unterhaltsam fand ich es aber dennoch. Auch das Ende war dann auf den letzten Metern schon mehr als nur zu erahnen (auch hier war ich die Einzige, die dieser Meinung war), das sollte man also nicht unbedingt verallgemeiner, sondern lediglich den Unterhaltungswert vermerken.
Das Death Race dient zur Bereicherung der Gefängnisdirektorin und der einzige Weg dieses Ziel zu erreichen ist Entertainment. Damit ist die Aufgabe des Films die selbe: den Zuschauer unterhalten. Und diese Anforderung kann Death Race meistern – sogar sehr gut und dafür verdient er sich
7/10 Punkten.
Sicher Dir den Film hier auf DVD!!
Das Jahr 2008: Tops und Flops
Veröffentlicht 1. Januar 2009 2008 , Archiv , Kino Hinterlasse einen KommentarInsgesamt habe ich in diesem Jahr ziemlich viel Mist gesehen – gute Filme musste man manchmal mit der Lupe suchen und wochenlang regten keine Neustarts zum Kinogang an, aber ein paar Perlen gab es dann doch noch. Im Kino hielt sich der Schrott zum Glück in Grenzen (da freut sich das Portemannaie!), aber auf DVD gab es wirklich einigen Schund zu sehen…
Hier also meine persönlichen Film-Charts fürs vergangene (Kino)Jahr:
Kino – Tops:
- WALL•E
- Brügge sehen… und sterben?
- John Rambo
- The Dark Knight
- Tödliche Versprechen – Eastern Promises
Kino – Flops:
DVD – Tops:
- Ben X
- Keinohrhasen
- Unleashed – Entfesselt
- Ratatouille
- Das Waisenhaus
DVD – Flops:
Quarantäne, der amerikanische [°REC]-Aufguss
Veröffentlicht 1. Dezember 2008 2008 , Archiv , Kino 7 KommentareSchlagworte: Horror, Jennifer Carpenter, Manuela Velasco, Quarantäne, Quarantine, Rec, Remake, Virus
Diesen Donnerstag kommt ein Film namens “Quarantäne” in unsere Kinos, der den Geist der USA sehr gut wiederspiegelt. Warum? Ganz einfach: bei diesem Horror-Movie handelt es sich um ein 1:1 Remake des spanischen Fims [°REC] aus dem Vorjahr. Das bedeutet, dass nicht nur die Handlung die selbe ist und die Personen die gleichen Namen haben – sie tragen sogar die gleichen Klamotten (von unterschiedlichen Uniformen einmal abgesehen). Da fragt man sich natürlich: “Warum sollte man ein Remake eines Films rausbringen, der gerade mal ein Jahr alt ist?”. Villeicht weil das Original so schlecht ist, dass etwas besseres aus dem Stoff geschneidert werden muss? – Nein!!
Damit sind wir auch schon beim Knackpunkt angelangt: der einzige Grund ist derjenige, dass die Amerikaner den unerwarteten Erfolg [°REC]s nicht ertragen konnten. Der spanische Horror-Schocker wird seinem Namen gerecht; ist ein Schocker. Der beste Film seines Genres, den ich im Laufe des Jahres gesehen habe: nur “leider” aus Spanien. ACHTUNG, IRONIE!! Die armen Amerikaner! IRONIE ENDE. Meiner Meinung nach ist dieser Aufguss total und absolut lächerlich. Ganz davon abgesehen, dass “[°REC]” der eindeutig bessere Titel als “Quarantäne” ist, merkt man schon im Trailer, wie veramerikanisiert und auf Massenkompatibilität ausgelegt das Remake sein wird.
In [°REC] begleitet das Publikum eine Reporterin und ihren Kameramann – nichts Böses ahnend – auf einen Routineeinsatz der örtlichen Feuerwehr und bekommt dann eine ausartende Virusinfektion in schockierenden Bildern geboten. In Quarantäne wird es als Verschwörung der Regierung und deren Vertuschungsaktion aufgebauscht, was nur vom eigentlichen Thema ablenken kann.
Meine Empfehlung lautet also: spart euch das viele Geld für die Kinokarte und leiht euch stattdessen für einen Bruchteil des Betrags in der nächsten Videothek [°REC] aus. Noch Fressalien vom Restgeld besorgen, sofern es nicht im Sparschwein landet und ihr seid in jedem Fall besser bedient als mit “Quarantäne” und überteuerten Kino-Snacks & -Getränken.
Auch anhand der Trailer sagt einem die Intuition ganz eindeutig “[°REC] ist besser!” und noch dazu (obwohl ich da wie immer euch Männers drüber diskutieren lassen will) sieht die spanische Hauptdarstellerin, Manuela Velasco, doch besser aus als die amerikanische (Jennifer Carpenter, Der Exorzismus der Emily Rose), oder?
Trailer [°REC]
Trailer Quarantäne
Max Payne – Trailer: das hätte man auch im Film finden sollen!
Veröffentlicht 28. November 2008 2008 , Archiv , Kino , Trailer Archiv 2 KommentareSchlagworte: John Moore, Mark Wahlberg, Max Payne, Trailer, Video
Gerade ist mir ein längerer Max Payne-Trailer zwischen die Fittiche gekommen und ich muss sagen: solche Sequenzen hätte man wirklich in den Film einbauen sollen! (Hier geht’s zum Review)
Madagascar 2: exklusiver Clip
Veröffentlicht 28. November 2008 2008 , Archiv , Kino 2 KommentareSchlagworte: 2, Clip, I like to move it, II, Madagascar, Trailer
Bei yahoo habe ich eben einen exklusiven Madagascar 2-Clip gefunden, den ihr euch hier ansehen könnt.

Also ich halte weiterhin an meiner Meinung fest: einen zweiten Teil braucht es nicht, nachdem schon der erste Teil – animationstechnisch betrachtet – hinter seiner Konkurrenz zurückblieb. Auch im Clip wirken alle Tiere wie in ihre Umgebung hineingepastet: ein No-Go!
Max Payne (2008)
Veröffentlicht 21. November 2008 2008 , Archiv , Film , Kino , Reviews Hinterlasse einen KommentarSchlagworte: Beau Bridges, Chris O'Donnell, Donal Logue, Filmkritik, John Moore, Kinokritik, Ludacris, Mark Wahlberg, Mila Kunis, Nelly Furtado, Olga Kurylenko
Max Payne
Detective Max Payne (Mark Wahlberg) kommt nach Hause und bemerkt einen Einbruch. Sofort läuft er ins Kinderzimmer, wo er seine Frau Michelle und sein Baby tot auffindet. Zwei Junkies kann der Cop zur Strecke bringen, aber der dritte Mann – der Mörder seiner Familie – kann entkommen. Deprimiert und von Rachegedanken durchzogen, lässt Payne sich in die Abteilung für ungelöste Fälle versetzen und gräbt sich dort durch zustaubende Akten.
Sein Ex-Partner Alex (Donal Logue) ist immernoch auf der Suche nach Michelles Mörder, als ein aktueller Fall sein Augenmerk auf sich zieht: die drogensüchtige Prostituierte Natasha Sax (Olga Kurylenko, Ein Quantum Trost) wird zerstückelt in einer Gasse aufgefunden und neben ihr liegt Paynes Brieftasche. Sie hat sie ihm zuvor entwendet, doch die Cops wollen Payne nicht glauben. Sie war Valkyr-süchtig; Valkyr ist der Alptraum der Stadt, denn die – Halluzinationen verursachende und sofort süchtig machende – blaue Droge wird neben Natasha auch vielen zum Verhängnis.
Max wendet sich also an seinen alten Freund BB Hensley (Beau Bridges), der – wie seine verstorbene Frau – beim Pharmazieunternehmen Aesir tätig ist. Mona Sax, Natashas Schwester, will sich an Payne rächen. Detective Jim Bravura (Ludacris) von der Dienstaufsicht ist hinter Payne her, nachdem Alex umgebracht wurde und Payne der Hauptverdächtige ist. Letzterer ermittelt also, sich mit so einigen Widersachern herumschlagend, auf eigene Faust anhand der neuen Spuren im Mordfall seiner Frau…
…
Max Payne ist die Verfilmung des 2001er Third Person-Shooters Max Payne aus der Feder von Sam Lake. Die Story aus dem Spiel wurde nur sehr grob übernommen. Zwar hat Max Payne Frau und Kind verloren, als Valkyr-Junkies bei ihm eingebrochen sind und hat fortan nichts anderes im Sinn als ihren Tod zu rächen, was den Rest angeht, schrieb Beau Thorne bei seiner Game-Adaption aber so einiges um.
Am auffälligsten ist hierbei wohl das Vermischen der Personen BB Hensley und Nicole Horne (im Film gespielt von Kate Burton, Grey’s Anatomy), die in Moores Film absolut unwichtig ist und es gerade einmal an vier Stellen ins Bild schafft. !!! ACHTUNG, SPOILER !!!! Der Oberbösewicht ist hier also – nicht wie in der Gamevorlage – ein Mann, der Payne noch dazu nahe steht. !!! SPOILER ENDE !!!
Die Valkyr-Trips wurden rein äußerlich zwar so dargestellt wie im Spiel (die Junkies sind abwesend und reden von Engeln und Flügeln), die Trips – wie sie vom Betroffenen wahrgenommen werden – wurden hier aber anders dargestellt als in Sam Lakes Vorlage. Im Film nehmen die unter Valkyr-Einfluss stehenden ihre Umwelt nicht in grünem Licht wahr, sondern die Aussagen der Süchtigen über Flügel und Engel wurden adaptiert: so sehen sie sich in einer grauen Welt, in der höllenartige Funken und Aschefetzen umherwehen und in der Walküren (eine Art schwarze Geisterwesen aus der nordischen Mythologie) durch die Lüfte fliegen. Diese halluzinierten Valküren stürzen die Abhängigen in den Tod.
Die visuelle Ausgestaltung dieser Wahrnehmungen ist sehr gut gelungen und erweist sich als passendes Stilmittel zur Verdeutlichung der Wirkung der Droge. Außerdem steht sie im Einklang mit den im Film vorkommenden Tattoos, die sich dort als brauchbarer Anhaltspunkt für Ermittlungen erweisen.
Wo wir garade bei Stilmitteln sind: stiltechnisch betrachtet, zählt Max Payne zum modernen Aufguss des Film-Noir, dem Neo-Noir. Es ist also ein düsterer Film mit pessimistischer Weltanschauung, dessen Bilder von Schwarz und Weiß, den Farben, die gar keine Farben sind, dominiert werden. Tagsüber regnet es so gut wie immer wie aus Kübeln, was die Straßen menschenleer macht. Nachts schneit es meistens und so bildet sich ein starker Schwarz(Nacht)-Weiß(Schnee)-Kontrast.
Andere Farben, die im Film vorkommen, sind kalter Natur; wie etwa Blau in all seinen Variationen. Valkyr selbst ist zwar leuchtend blau, trotzdem ist die Farbe keine warme und die flüssigkeit strahlt nur glasklare Kälte aus. Ein dunkleres Blau wurde fürs Wasser benutzt, in dem Payne zu Beginn des Films herumstrampelt. Selbst Licht ist hier nicht strahlend gelb, sonder matt und oft fast schon wieder weiß. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen (Szenen) im Film, in denen warme Farben vorkommen.
Natashas Kleid, zum Beispiel, ist aus rotem glänzenden Stoff, was sie in der tristen Umgebung, in der sie sich befindet, aber eher deplatziert aussehen lässt. Das Kleid von Michelle ist ebenfalls rot (mit weißen Punkten), befindet sich aber im gelb-orange erleuchteten Kinderzimer, an das Max Payne ständig denken muss, in einer warmen Umgebung – die Payne sich als Himmel wünscht.
Ebenfalls leuchtend gelb und Rot ist die brennende Asche, die unter Valkyr-Einfluss stehende sehen. Alleine diese kleinen Farbpartikel bilden schon einen deutlichen Kontrast zum Grau-In-Grau der Stadt, was den Eindruck einer Droge, die die Wirklichkeit verschwinden lässt, ohne viel Aufwand entstehen lässt, obwohl der düstere Himmel bleibt und schwarze Walküken umherfliegen.
Ja, wir befinden uns in der Sparte des Neo-Noir, aber der Trailer und die Poster zum Film versprachen mehr: Bullettime-Action und Comicstrips so wie im Spiel. Leider wurde die Comicstrips einzig und allein für den Trailer geschustert, im Film sind keine zu finden. Bullettime-Action gibt es letztendlich zu wenig, was aber auch daran liegt, dass es insgesamt relativ wenig Szenen gibt, in denen sie zum Einsatz hätte kommen können. Der Film geht ziemlich schleppend los und so wartet man in der ersten Hälfte vergebens auf heftige Schießereien. Fast das ganze Blei fliegt den Akteuren im Showdown um die Ohren.
Mark Wahlberg schafft es sehr gut, den rachsüchtigen, im Kern gebrochenen, Polizisten und Witwer darzustellen. Wie schon in Shooter rächt er sich auch hier – mit seiner Waffe an der Seite. Eine ähnliche Leinwandpräsenz zeigt allerdings kaum ein anderer Akteur im Film. Die Nebenrollen sind wirklich nebensächlich und auch nicht mit so bekannten Gesichtern besetzt wie die Hauptrolle. Die meisten davon kommen einem aber totzdem irgendwoher bekannt vor.
Vor allem die Damenwelt, sofern sie den Film sieht, wird hier zwei Gesichter aus Grey’s Anatomy wiedererkennen: Kate Burton spielt Nicole Horne (in Grey’s Anatomy spielte sie Merediths Mutter Dr. Ellis Grey) und Chris O’Donnell, der in Max Payne Jason Colvin spielt, kennt man aus Grey’s Anatomy als Dr. Finn Dendridge, Merediths Fast-Freund.
Aus musikalischer Sicht sind hier Ludacris und Nelly Furtado vertreten und die männlichen Auto- und 2 Fast 2 Furious-Freunde werden sicher bemerken, dass neben Ludacris noch eine weitere Nebenrollenbesetzung des eben genannten Films auch in Max Payne mit von der Partie ist: Amaury Nolasco, der in Max Payne Ex-Sgt. Jack Lupino verkörpert.
Leider gibt es im Film einige Logiglöcher und einen richtig herben Patzer, der mir immernoch nicht aus dem Kopf geht, und der mich den ganzen Film über beschäftigt hat. Zum Patzer: bekannter Weise handelt es sich bei Ex-Model Mark Wahlberg um einen Linkshänder und wie auch Angelina Jolie in Tomb Raider oder Mr. & Mrs. Smith schießt er – dem entsprechend – mit der Linken Hand. Als Mona Sax ihn überrascht und dazu auffordert, seine Waffe fallen zu lassen, hält er diese die ganze Zeit über in der linken Hand. Dann fordert sie ihn auf “[die Ersatzwaffe auch auf den Boden zu werfen - aber mit der linken Hand!]“, was ich so unlogisch fand, dass es mich immernoch beschäftigt. Wem das zu kleinkariert vorkommt, der wird mir aber dennoch zustimmen, dass es schon erstaunlich ist, wie ein einziger angeschossener(!!) Mann es schaffen kann, innerhalb von ein paar Minuten drei Viertelstockwerke eines enorm großen Gebäudes mithilfe von vier, fünf Päckchen C4 so zu präparieren und zu verkabeln, dass alles per Knopfdruck in die Luft fliegt. Ein echter Übermensch. !!! ACHTUNG, SPOILER !!! Auch etwas rätselhaft war es für mich, dass Michelle, als sie ermordet wurde, auf einmal tätowiert war; schließlich war sie nicht auf Droge und wozu hätten die schuldigen Drahtzieher freiwillig eine solche Spur legen sollen? !!! SPOILER ENDE !!!
Ohne das Spiel zu kennen, könnte es gegebenenfalls zu Komplikationen bezüglich des Verständnisses kommen, da ich selbst das Spiel kenne, vermag ich dies an hiesiger Stelle allerdings nicht zu beurteilen. Aber selbst so kam an der einen oder anderen Stelle ein kleineres “Hä?” auf. Schlecht ist die Story deswegen nicht, aber als das gelbe vom Ei kann man sie auch nicht bezeichnen.
Max Payne ist ein brutaler Shooter, in dem viel Blut fließt, spritzt und vergossen wird – eben ein Spiel für diejenigen, die offiziell zum Konsum harten Alkohols berechtigt sind. Dass der Kinofilm für alle ab 12 zu sehen ist, zeigt dutlich, dass das Maß an Gewalt, das das Spiel vorgibt, bei weitem nicht erreicht werden kann. An manchen Stellen habe ich mich zwar etwas gewundert, dass die FSK eine 12er und keine 16er ist, aber ein FSKkJ-Max Payne wäre vermutlich näher an die Vorlage herangekommen. So ist es unverständlich, dass die Verfilmung nicht mit höherer Altersfreigabe in den Kinos läuft; was haben die Macher damit beabsichtigt? Ein 12-jähriger, der den Film toll findet, spielt doch in 6 Jahren, wenn er 18 ist, kein dreizehn Jahre altes Spiel!
Einen Lichtblick gibt es aber dennoch: es wurde ein Gamers Dedicated Cut (ein, an Gamer gerichteter, Cut) angekündigt. Hier soll der Wiedererkunnungswert des Games höher und der Film insgesamt rauer sein. Die Spekulation, im GDC würde den Zuschschauer ein Blutbad erwarten, wies Regisseur Moore jedoch zurück. Es wird sich also vermutlich um die (noch abänderte) Version des Film handeln, die in den USA eine FSKkJ erhielt.
Leider erreicht die Verfilmung insgesamt nicht die atmosphärische Dichte des Games und ist auch nicht nah dran an der Erfüllung dieses Anspruchs. Dem Stil des Spiels kann der Film ebenfalls nicht gerecht werden und auch in die Kontinuität der Film-Noir-Anforderungen haben sich kleine Aussetzer eingeschlichen. Das veränderte Ende scheint nach einer Fortsetzung zu schreien, ersteinmal sollte man aber mit mehr Spannung auf die für Gamer geschnittene DVD-Version warten.
Insgesamt ist Max Payne ein guter Film mit einigen Stärken und ein paar Mängeln, was ihm insgesamt
6,5/10 Punkten
einbringt.
Andere Meinungen:
Kaltduscher (5/10)
LastOne (6/10)
NBCTerminator (9/10)
Ø 6,3/10












Senf-Dazugeber: